Magdeburg l Unlängst hat die Gartenpartei im Stadtrat Magdeburg eine hellere Beleuchtung des Doms gefordert. Die Debatte zum Antrag ist in den Fachausschüssen des Stadtrates noch in vollem Gange. Bereits im Dezember 2018 hatte sich der Linke-Rat Dennis Jannack demselben Thema in einer offiziellen Anfrage an die Stadtverwaltung gewidmet. Die Antwort auf Jannacks Anfrage liegt seit dieser Woche in Schriftform vor.

Der Baubeigeordnete Dieter Scheidemann (parteilos) bezieht darin namens der Verwaltungsspitze eindeutig Stellung: „Die Stadtverwaltung ist daran interessiert, die Anstrahlung des Domes zu verbessern und damit die Bedeutung dieses Bauwerks in seiner Gesamtheit noch mehr hervorzuheben.“

Die seit vielen Jahren immer wieder, aber bisher fruchtlos geführte Debatte um einen helleren Dom erhält damit zusätzlich Schub. In den vergangenen Jahren waren der damalige Dompfarrer Giselher Quast, Teile der Domgemeinde und die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt (früher Stiftung Schlösser und Dome) als Bauträger in Gegnerschaft zum Lager der Mehr-Licht-Freunde gegangen – unter anderem aus Gründen des Schutzes der Bausubstanz (verstärkter Algenbefall). Die Kulturstiftung hat sich auch in der aktuellen Debatte mit kritischen Tönen zu Wort gemeldet, ebenso Umweltschützer in Sorge ums am Dom heimische Getier (u. a. Fledermäuse).

Entsprechend verweist die Stadtverwaltung Magdeburg auf Abstimmungsbedarf mit Gemeinde und Stiftung und darauf, dass der Dom nicht im Schnellschuss umbeleuchtet werden kann. Tatsächlich seien kompetente Fachplaner mit der Erarbeitung eines neuen Lichtkonzeptes zu beauftragen, das „ökonomische, betriebswirtschaftliche und ökologische Bedingungen“ berücksichtigt. Was ein besser beleuchteter Dom kosten würde, sei zum Zeitpunkt nicht abschätzbar, so Scheidemann.