Magdeburg l Ein sehr trockenes Jahre liegt hinter der Stadt Magdeburg. Nur 131 Tage mit Niederschlag verzeichneten die Experten des Deutschen Wetterdienstes im Jahr 2018. An jenen Tagen fielen mit 366,7  Liter pro Quadratmeter insgesamt auch nur 74,2  Prozent der Niederschläge, die sich im langjährigen Mittel ergeben.

Das trockenste Jahr der Magdeburger Wettergeschichte war 1975. Damals fielen nur 302,9  Liter pro Quadratmeter. Das regenreichste Jahr war mit 782,3 Litern das Jahr 1955.

Februar sehr trocken

Erstaunlicherweise war der trockenste Monat 2018 jedoch nicht ein Sommermonat. Am wenigsten Niederschläge fielen im Februar 2018. Der meiste Niederschlag fiel dagegen im August: 54,8  Liter pro Quadratmeter.

Wenige Tage mit Niederschlag bedeuten im Umkehrschluss auch viele Tage mit Sonnenschein. Insgesamt strahlte Klärchen an 306 Tagen vom Himmel. Sonnenscheinreichster Monat war mit 350,8  Sonnenstunden der Monat Juli, der damit deutlich über dem langjährigen Mittel lag. Sonnenscheinärmster Monat war mit 29,8  Stunden der Monat Dezember.

Die Durchschnittstemperatur lag 2018 bei 11,4  Grad Celsius und damit um 2,6  Grad Celsius über dem langjährigen Mittel. Das langjährige Mittel beruht auf den Wetterdaten von 1961 bis 1990.

Keine Winterprognose

Zur Anzahl der Schneetage, Sonnentage und Eistage waren keine Vergleichswerte aus den Vorjahren verfügbar, berichtet Wetterexperte Florian Engelmann, der die Daten zusammengestellt hat. Die angegebenen Daten wurden vom Deutschen Wetterdienst bereits vor dem Jahreswechsel zur Verfügung gestellt. Alle Daten beziehen sich also auf den Stand vom 23.  Dezember 2018.

Wie sich der Winter weiter entwickeln wird, sei noch nicht absehbar, berichtet Florian Engelmann. Eine Prognose für das neue Jahr ist nicht möglich. Auch der weitere Verlauf des Winters ist nicht absehbar, da beide Vorhersagezeiträume nur mit einem Blick in die Statistik, also Erfahrungen der vergangenen Jahre, vorsichtig abschätzbar wären. Sollte der aktuelle Winter seinen Vorgängern folgen, dann ist von einem leicht zu milden und durchschnittlich nassem oder trockenem Winter auszugehen.