Wirtschaft

Wie Magdeburg als Standort für die Logistik punktet

Der Logistiker Dachser setzt auf Straße, Schiene und den Wasserweg. Magdeburg konnte bei allen drei Faktoren überzeugen.

Von Martin Rieß
Dachser hat sich im Gewerbegebiet Nord in Magdeburg mit neuen Hallen deutlich erweitert.
Dachser hat sich im Gewerbegebiet Nord in Magdeburg mit neuen Hallen deutlich erweitert. Foto: Martin Rieß

Magdeburg - Der international tätige Logistiker Dachser hat neue Hallen im Gewerbgebiet Nord in Magdeburg in Betrieb genommen. Insbesondere die verkehrsgünstige Lage der Stadt habe dazu beigetragen, berichtete Unternehmenssprecherin Theresia Gläser auf Nachfrage der Volksstimme: „Das neue Distributionszentrum von Dachser entstand im Magdeburger Gewerbegebiet Nord mit bester Anbindung an die A2 und A14 und somit an das nationale Autobahnnetz.“

Und nicht allein der Lkw-Verkehr spreche für Magdeburg. „Eine Kooperation mit dem Magdeburger Hafen, welcher über optimale trimodale Anbindungen verfügt sowie über ein wasserstandsunabhängiges Hafenbecken, ermöglicht es, dass Seecontainer aus dem Hafen Hamburg mit dem Binnenschiff umweltfreundlich bis nach Magdeburg transportiert werden können.“ Gleichwohl sei in Magdeburg der Transport auf der Schiene möglich. „Das Distributionszentrum befindet sich in mittelbarer Nähe des Magdeburger Hafens, so dass die Containernachläufe mittels Lkw kurz gehalten sind“, erläutert Theresia Gläser weiter.

Autobahn soll vorhandene Strecken entlasten

Dabei setzt der Logistiker auf eine künftig noch bessere Anbindung der Landeshauptstadt – und stellt sich damit auch gegen die jüngsten Proteste gegen den Autobahnbau im Norden Sachsen-Anhalts, bei dem unter anderem ein Wald besetzt und eine Fahrraddemo organisiert worden waren: „Mit einer weiteren Nord-Süd-Achse werden sich die Fahrzeiten in die Wirtschaftsregionen im Norden verkürzen“, erläutert die Dachser-Sprecherin weiter. Durch die A14-Verlängerung sei eine Entlastung der vorhandenen Nord-Süd-Achsen zu erwarten, welche zu weniger Verkehrsdichte und damit einhergehend zu weniger Transportverzögerungen führen kann.

Das nördliche Sachsen-Anhalt, beispielsweise die Altmark, werde an das Autobahnnetz angeschlossen, was eine wirtschaftliche Entwicklungsperspektive für diese Region mit sich bringe. Dies schaffe auch neuen Bedarf an Transportdienstleistungen.