Magdeburg l Lange hatte es gedauert, doch seit Anfang April 2017 haben die beiden Elefantendamen aus dem Zoo Magdeburg im Africambo II ihr neues, viel größeres Zuhause bezogen. „Mwana“ und „Birma“ haben die großzügige Anlage derzeit noch für sich allein, vier Jungbullen als Mitbewohner sollen aber bald einziehen.

Bis dahin kann man die beiden Elefantenkühe alleine beobachten. „Birma“ macht dabei aber auf den Besucher nicht den gesündesten Eindruck. Der Rücken wirkt eingefallen, der Beckenknochen steht deutlich hervor. Muss man sich um die Gesundheit der indischen Elefantin Sorgen machen?

Zoo: Kein Grund zur Sorge

Nach Angaben von Zoo-Sprecherin Regina Jembere ist die Sorge unbegründet. „Im Alter ist es durchaus möglich, dass ältere Elefanten die Nahrung nicht mehr richtig verdauen können und dann etwas abgemagert wirken“, erklärt sie auf Volksstimme-Anfrage. Auswirkungen auf das Gewicht habe das aber nicht: „Birma ist mit ihrem Gewicht gut dabei“, meint sie. Beim Umzug vom alten in das neue Elefantenhaus im April hatte sie 3,3 Tonnen auf die Waage gebracht und war damit gut 400 Kilogramm schwerer als „Mwana“.

Vergleiche mit anderen Elefanten zeigen, dass Schulterblatt oder Beckenknochen durchaus hervorstehen können, sagt die Zoosprecherin. In „Birmas“ Fall sei dies aber kein Zeichen für eine Krankheit sondern für ihr hohes Alter, dass man „ihr allmählich ansehe", wie Regina Jembere beschreibt. „Dann kann man auch nicht mehr wie ein Elefant im blühenden, jungen Alter aussehen.“

Ein bewegtes Elefantenleben

„Birma“ wurde etwa 1969 wild geboren, wahrscheinlich in Sri Lanka, sie ist somit fast 50 Jahre alt, oft schon das Höchstalter für Elefanten. Wie beim Menschen gibt es aber auch Tiere, die bedeutend länger leben.

„Birma“ hatte ein bewegtes Leben: 1972 wurde sie eingefangen und landete im Zirkus Probst. Dort wurde sie ein Jahr später beschlagnahmt und in den Magdeburger Zoo gebracht.

Ihre Mitbewohnerin „Mwana“ wurde 1982 in Simbabwe geboren und lebt seit dem 22. Dezember 1983 im Magdeburger Zoo.