Magdeburg l Diesem prächtigen Vogel sollte man im Zoo Magdeburg nicht zu nah kommen. Denn nicht nur zur Brutzeit, sondern auch bei schlechter Laune faucht und grunzt der Darwin-Nandu Besucher an, die er nicht in seiner Nähe mag. Dabei bläht er seinen Hals kräftig auf.

Mit seinem Weibchen dagegen zeigt sich der dreijährige Hahn sehr umgänglich. Seit gut zwei Jahren leben die beiden im Zoo Magdeburg. Nachwuchs gab es bisher nicht. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern. Wie bei anderen Laufvögeln auch sind das Brüten und die Aufzucht der Küken reine Männersache.

Weibchen kam aus Halle

Das Weibchen ist eine Nachzucht aus dem Bergzoo Halle, ihr Partner hatte dagegen eine deutlich weitere Anreise und kam 2017 aus dem nordirischen Belfast nach Magdeburg.

Von seinem nahen Verwandten, dem Gewöhnlichen oder Großen Nandu, unterscheidet sich der Darwin-Nandu durch seine geringere Körpergröße und das hell geperlte Federkleid auf dem Rücken und den Flanken. Sowohl in zoologischen Gärten als auch in der freien Natur ist der Darwin-Nandu seltener anzutreffen.

Mit Fressen ablenken

Vorwiegend ernährt sich dieser Vogel vegetarisch von Blättern, Gräsern und Kakteenfrüchten. Nur gelegentlich erbeutet er auch Insekten und kleinere Wirbeltiere. Im Zoo Magdeburg bekommt das Pärchen eine Mischung aus Salat, Grünfutter und Pellets. Und während sie das Futter im Stall aufpicken, können auch die Tierpfleger die Anlage kurz ganz ungefährdet betreten.

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