Magdeburg l Im Giraffenhaus im Zoo Magdeburg wird Nachwuchs erwartet. Derzeit leben dort drei Giraffen-Weibchen – Femke (11), ihre Tochter Shani (5) und Neuzugang Zahra (4), die im Oktober 2018 nach Magdeburg kam. Femke ist wieder trächtig. Die Geburt wird für das Frühjahr 2019 erwartet.

Dann wird es wieder spannend. Schließlich ist eine Giraffengeburt kein leichtes Unterfangen. Sie erfolgt im Stehen, so dass das Kleine quasi aus zwei Metern Höhe regelrecht auf die Erde „plumpst“. Der Nachwuchs wird schon etwa 1,80 Meter groß sein. Muss es auch, sonst käme das Giraffenkalb nicht an das Euter seiner Mutter heran.

Dicke Strohschicht fürs Giraffenbaby

Damit das Kalb nicht zu hart fällt, bereiten die Pfleger die Mutterbox vor und legen sie mit einer dicken Strohschicht aus. So hat das Kalb auch hoffentlich guten Halt und rutscht bei den Aufstehversuchen nicht aus. Mehr können die Pfleger nicht tun – das brauchen sie auch nicht, schließlich hilft den Giraffen in freier Wildbahn auch kein Mensch.

Die Tragzeit liegt bei Giraffen bei 14 bis 15 Monaten. Vater des Neugeborenen im Zoo Magdeburg ist Yoda. Leider starb der Bulle am 25. September 2018 an Herz-Kreislauf-Versagen. Das ist die häufigste Todesursache bei den langhalsigen Wiederkäuern.

Dritte Geburt für Giraffe Femke

Für Femke wird es die dritte Geburt. Ihre Tochter Shani gebar sie am 12. Februar 2014. Und im September 2017 brachte sie ein männliches Kalb zur Welt, welches jedoch noch am gleichen Tag starb.

Im Zoo Magdeburg gibt es seit 1991 Giraffen. Damals waren es allerdings Netzgiraffen, die in das neue Haus einzogen. Dieses wurde innerhalb von 110 Stunden im Zuge einer Fernsehshow erbaut.

Giraffenbulle für Magdeburg gesucht

Möglichst noch 2019 soll über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm ein Giraffenbulle nach Magdeburg vermittelt werden. Denn der Zoo möchte die Zucht der Rothschild-Giraffen gern fortführen. Dann würde die Herde – inklusive Neugeborenem – auf fünf Tiere anwachsen.

Übrigens: Schon gewusst, dass Giraffen gerade mal 20 Minuten pro Tag schlafen? Und sie sind jeden Tag etwa 15 Stunden mit dem Fressen beschäftigt. Verrückt! In dieser Zeit vertilgen sie durchschnittlich 100 Kilogramm. Das ist ganz schön viel. Aber auch kein Wunder. Schließlich sind Giraffen enorm groß und brauchen viel Kraft.

Giraffen bis zu 6 Meter groß

Die Männchen der Rothschild-Giraffen werden immerhin bis zu 6 Meter hoch, die Weibchen bis zu 4,50 Meter.

Dabei haben Giraffen nicht nur einen sehr langen Hals, sondern auch eine bis zu 50 Zentimeter lange Zunge. Und die brauchen sie, um an die begehrten Akazienblätter zu kommen. Mit dieser sehr muskulösen, bläulich-schwarzen Greifzunge umschlingen sie die Blätter, die in freier Natur sehr weit oben wachsen.

Nitratarmes Heu für Giraffen im Zoo

Im Zoo bekommen die Giraffen Luzerneheu, Futteräste, nitratarmes Heu und Grünfutter, mineralstoffreiche Pellets, Knäckebrot und vieles mehr. Und natürlich am liebsten in einem Korb weit oben, damit sie auch hier allen Grund haben, ihren Hals auch wirklich schön zu recken und die Zunge weit ausstrecken zu können.

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