Börde (jj/hsh) Das Corona-Virus sorgt weltweit für Unruhe. Obwohl bisher noch kein Infektionsfall in Sachsen-Anhalt gemeldet wurde, ist die noch wenig erforschte viral ausgelöste Krankheit im Landkreis Börde ein Thema. Doch wie gut sind die Unternehmen in der Region vorbereitet?

In dem Getränkeunternehmen Refresco in Calvörde wurden die 200 Mitarbeiter zum Beispiel entsprechend der Hygienevorgaben geschult, um eine Ansteckung zu vermeiden, heißt es in einer Mitteilung. Dazu gehören unter anderem eine ausreichende Handhygiene und das Unterlassen von Händeschütteln. Ebenfalls gelte ein vorübergehendes Reiseverbot der Angestellten, denn es „wurden entsprechende verbindliche Regelungen zu beruflich bedingten Reisen getroffen“, teilte Daniela Hoffmann von Refresco mit. Dass der Krankenstand derzeit höher sei als im gleichen Zeitraum noch vor einem Jahr, könne nicht bestätigt werden.

Enge Abstimmung mit Gesundheitsamt

Falls in dem Unternehmen selbst ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet werden sollte, versichert das Unternehmen, würden die notwendigen Schritte eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Dies geschehe in enger Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden, heißt es in der Mitteilung. In dem Haldensleber Unternehmen Ifa wurden für diesen Fall Maßnahmenpläne inklusive Meldeketten erstellt, an denen sich die Mitarbeiter orientieren können, teilte Deborah Neuhaus von der Ifa auf Anfrage der Volksstimme mit.

Obwohl das Corona-Virus bisher nicht in der Börde bestätigt wurde, sorgen Hamsterkäufe nicht nur in Geschäften in der Börde für ausgedünnte Regale. Selbst Mineralwasser kann mancherorts nicht den aktuell großen Bedarf der Kunden decken. Auch Refresco verzeichnet ein erhöhtes Auftragsvolumen seitens seiner Kunden. Vor allem Mineralwasser würde momentan von den Endverbrauchern stark nachgefragt werden, so die Bestätigung.

All diese Vorsichtmaßnahmen bestätigten produzierende Betriebe in Oebisfelde, die namentlich nicht genannt werden wollten. Zu erfahren war, dass es bei Medikamente zu Engpässen in den Apotheken kommen könnte. Viele Grundstoffe und Medikamente werden aus China geliefert. Darunter befinden sich auch Lieferanten aus der Provinzhauptstadt Wuhan.

Das Paketzentrum der Deutschen Post in Osterweddingen ist ebenfalls von Einschränkungen wegen Corona betroffen. „Die Deutsche Post nimmt bis auf Weiteres bundesweit keine Pakete, Päcken und Warenpost nach China an, da es im Zielgebiet Probleme beim Transport, der Verzollung und/oder Zustellung gibt“, teilte Pressesprecherin Anke Blenn von der Deutschen Post AG mit. Davon ausgenommen seien Briefsendungen nach China. Die Post betreibt am Standort Osterweddingen ein Brief- sowie ein Paketzentrum mit insgesamt 500 Mitarbeitern. Auch diese wurden laut Mitteilung zeitnah und umfassend über Hygiene- und Schutzmaßnahmen informiert.

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