Oebisfelde l Keine Frage, das DRK-Wohnquartier ist ein Zugewinn für die Stadt Oebisfelde, hieß es auf Anfrage von Bürgermeister Hans-Werner Kraul aus dem Rathaus. Der Zeitpunkt für die offizielle Eröffnungsfeier des barrierefreien Gebäudes mit multifunktionaler Ausrichtung steht derzeit noch aus. Einen Tag der offenen Tür soll es am Sonnabend, 10. November 2018, von 10 bis 16 Uhr geben, hieß es Operativen Leiter des DRK-Kreisverbands Börde, André Wiklinski.

In rund zweijähriger Bauzeit haben die Investoren Heinrich Frejno und Martin Sprorrer die 2,1 Millionen-Euro-Immobilie bauen lassen, um sie dem DRK-Kreisverband komplett für die Nutzung zu überlassen, wie Wiklinski gegenüber der Volksstimme erläuterte. Dieses Rot-Kreuz-Wohnquartier ist nicht das erste seiner Art, wie es hieß. In Haldensleben existiert bereits solch ein Angebot im Komplex „Alte Schmiede“.

Von den insgesamt 31 Wohneinheiten sind alle bis auf zehn Ein- oder Zwei-Raumwohnungen vergeben. Eingezogen sind Senioren aus der nahen Region, aus der Börde und sogar aus dem Harz haben ältere Menschen das Wohnheim als künftigen Lebensmittelpunkt gewählt, weiß Wiklinski zu berichten. Die besonderen Vorzüge des Wohnangebots machen ein Leben im Wohnquartier attraktiv: Zum einen ist das gesamte Haus barrierefrei. Und zum anderen wird eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung garantiert. „Senioren, die vital und ohne, oder mit geringen körperlichen Einschränkungen hier leben, können versichert sein, dass ihnen mittels moderner Kommunikation binnen Minuten umfassende Hilfe geleistet wird. Das gilt umso mehr für Bewohner, die auf solche Hilfen häufiger angewiesen sind“, betont der operative Leiter das spezielle DRK-Leistungsangebot.

Ambulanter Pflegedienst ebenfalls im Wohnquar

Standard in den Wohnräumen sind eine kleine funktionale Küche und eine Nasszelle. Es besteht jedoch auch das Angebot, die Hauptmahlzeit in gemeinsamer Runde einzunehmen. Die meisten Wohnungen verfügen zudem über einen Balkon, manche sogar über eine Dachterrasse.

Ein anderer Service ist die Tagespflege, die im Wohnquartier jeweils montags bis freitags für 25 Menschen bereitgestellt werden kann. Ein Angebot, das unabhängig von einer zuerkannten Pflegestufe in Anspruch genommen werden kann, erklärt Steven Hahnauer von der Pflegedienstleitung. Als Tagesgast erhalten die Personen jeweils von 8 bis 16 Uhr auf Wunsch Frühstück, Mittagessen und den Nachmittagskaffee. Bewegungs- und Ertüchtigungsangebote können ebenso genutzt werden, ebenso kann ein Besuch beim Friseur oder bei der Nagel- und Fußpflege ermöglicht werden. Und auch auf den vielleicht gewohnten Mittagsschlaf braucht beim Tagesbesuch nicht verzichtet werden. Dafür stehen separate Ruheräume zur Verfügung, beschreibt Hahnauer einen Service, der individuell gestaltet werden kann. Dazu gehören auch Hol- und Bringefahrten vom Wohnort, zur Tagespflege und zurück.

Mit der Inbetriebnahme verabschiedete sich der ambulante DRK-Pflegedienst auch vom Stützpunkt in der Bahnhofstraße. Das Pflegeteam ist in die moderne Wohnanlage umgezogen. So entstand ein lokales Pflegezentrum, das kurzfristig und zentral reagieren kann, betont Pflegedienstleiter Hahnauer, der gemeinsam mit Katja Meinel die ambulante Pflege koordiniert.

Weitere Informationen zu Wohnungsangeboten, ambulanter Pflege oder Tagesbetreuung im Wohnquartier „Am Stürholzgarten“ sind telefonisch unter 039002/489614 zu erhalten.