Oebisfelde/Wassensdorf l Dass auf dem Areal und insbesondere mit der Wassensdorfer Badekuhle etwas passieren muss, das ist seit Jahren ein Dauerthema im Dorf und immer wieder mal in den Beratungen des Ortschaftsrates. Das neugewählte Gremium will nun in die Offensive gehen, den nach Auffassung des Ortschaftsrates verwässerten Sachstand beenden, um das Projekt Wassensdorfer Badekuhle Realität werden zu lassen.

Die Zustände auf dem städtischen Areal haben sich aber eher noch verschlimmert, war von Ratsherr Frank Hintersdorf (WfO) zu erfahren: Im Verlauf eines Arbeitseinsatzes von Wassensdorfer Vereinen und engagierten Bürgern am vergangenen Himmelfahrtstag wurde festgestellt, so Hintersdorf, dass dort zahlreiche Bäume vom Borkenkäfer befallen und geschädigt sind. Äste drohten abzubrechen, die Sicherheit von sich dort aufhaltenden Personen, insbesondere auf dem Spielplatz und am Gemeinschaftshaus, scheint nicht sicher genug. Für ihn steht fest, „dass sich an der Badekuhle etwas verändern muss“.

Unterstützung findet das WfO-Mitglied dabei nicht nur in den eigenen kommunalpolitischen Reihen, sondern auch bei UWG-Ratsherr Klaus Gerike und der Linken-Ratsfrau Sabine Bastigkeit.

Ortschaftsrat soll auf seine Rechte pochen

Einhellig fordern sie, dass die Stadtverwaltung den Planungsstand für dieses Vorhaben aufzeigt. Bastigkeit sieht auch mit Blick auf andere Vorhaben die nach ihrer Überzeugung zielgerichtete Vorgehensweise, dass Anträge wie Nachfragen mündlich und zusätzlich schriftlich an die Adresse der Verwaltung formuliert werden müssen. Und „der Ortschaftsrat müsse auf seine Rechte pochen“, hieß es von Bastigkeit.

Rückblick: Im August 2018 erfolgte ein neuerlicher und detaillierter Vorstoß, an der Wassensdorfer Badekuhle mehr Erholungsqualität zu schaffen. Der Ortschaftsrat Oebisfelde beschloss, das Areal zu einem Zentrum für Naherholung aufzuwerten. Eine Maßnahme, die als 100.000 Euro-Antrag an die Stadtverwaltung abgeschickt wurde. Mit im Boot war damals der örtliche Karnevalsverein.

Die Ratsmitglieder kamen aber überein, dass das Projekt ohne Fördermittel mit Entstehen der Idee sofort wieder ad acta gelegt werden könne, wie Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG) auf Anfrage erklärte. Diese Fördermittel sollten über die LEADER-Lokale Arbeitsgruppe (LAG) „Rund um den Drömling“ beantragt werden. Die Gesamtsumme der umfassenden Maßnahme belief sich nach den Planungen zwischen 65.000 und 100.000 Euro. Dieser Betrag sollte dann in die Prioritätsliste für das Haushaltsplan 2020 aufgenommen werden, so die Vorstellungen des Ortschaftsrates. Doch dieses Projekt taucht in der Prioritätenliste 2020 überhaupt nicht auf. Die Haushaltskonsolidierung dürfte dafür sicherlich ein Grund mit sein.

Die Maßnahmenplanung im Stenogramm: Das Gewässer soll entschlammt und vertieft werden, ein Strandbereich entstehen. Hinzu sollen ein Grillplatz und Sitzgruppen kommen. Eine Überdachung am Gemeinschaftshaus gehört ebenfalls zum Konzept und auch Anpflanzungen sind vorgesehen.