Landkreis Börde

Spielplätze müssen aufgewertet werden

Oebisfelde: Kritik an der Stadtverwaltung löst Reaktionen bei der Ortsbürgermeisterin aus.

Von Harald Schulz

Oebisfelde l Harten Tobak hatte der Oebisfelder Uwe Schulz mit zur Fragestunde für Einwohner im Verlauf der Sitzung des Ortschaftsrates Oebisfelde mit in den Rittersaal gebracht. Wurde sein Vorwurf gegen die Stadtverwaltung, dass die Falschparker weiterhin unbehelligt blieben, noch kommentarlos von der Ratsrunde hingenommen, löste seine Beschreibung über die Spielplätze in der Stadt eine lebhafte Diskussion aus.

Schulz behauptete, dass die Kinderspielplätze in Oebisfelde sich in einem desolaten Zustand befinden würden. Das machte der Oebisfelder an seinen Beobachtungen während Spaziergängen durch die Stadt fest. Nach seinen Angaben sei die Sicherheit für Kinder auf den Spielplätzen teilweise nicht gegeben, auch seien dringend Reparaturen notwendig, so die Aussage von Schulz gegenüber dem Ortschaftsrat.

Auf offene Ohren stießen diese Aussagen bei dem Gremium. Allerdings widersprach Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch in puncto Sicherheit, was auch auf Anfrage der Redaktion durch die Stadtverwaltung bestätigt wurde. Jährlich findet nämlich eine Hauptinspektion der Spielplätze nach genau gesetzlich definierten Vorgaben statt. Einzelne Mitarbeiter des Wirtschaftshofes und Hausmeister haben zudem ebenfalls die Befähigung zur Kontrolle von Spielplätzen, sodass hier ebenfalls regelmäßig Kontrollen stattfinden. Bei Feststellungen von Mängeln werden diese durch die Bauhofmitarbeiter behoben. Hierfür stehen jährlich laufende Mittel im Haushalt, lautete die Antwort auf den vorgebrachten Vorwurf durch die Verwaltung.

Die Ortsbürgermeisterin griff in diesem Zusammenhang jedoch eine andere Sichtweise auf die strukturelle Situation der Spielplätze im kompletten Stadtbereich auf. Sie fordert eine deutliche Aufwertung der Areale. Solch karge Ausstattung, wie in Gehrendorf und auch anderenorts zu sehen, ist nach ihrer Auffassung nicht hinnehmbar. „Spielplätze sind Treffpunkte für Kinder und Eltern, um auszuspannen, sich auszutauschen und eine unbeschwerte Zeit verbringen zu können. Was teilweise auf unseren Spielplätzen angeboten wird, ist ärmlich und einfallslos“, wobei Jacksch namentlich die Spielplätze in Gehrendorf und Lockstedt benannte.

Die Ortsbürgermeisterin monierte zudem, dass für diesen Haushaltsposten lediglich 3000 Euro jährlich in der Stadtkasse bereitstehen. Es muss laut Jacksch dringend nachgebessert werden. Ein Teilerfolg soll sich nun im Rahmen der Wohnblock-Sanierung in der Friedrich-Engels-Straße durch Geldmittel der Wohnungsbau GmbH einstellen. Dort, so die Aussage von Jacksch in der Ortschaftsratssitzung, soll ein einladend gestalteter Spielplatz für 50.000 Euro entstehen.

Aber die Ortsbürgermeisterin hatte noch ein dickes Lob für die Mitarbeiter des städtischen Wirtschaftshofes parat. Ihnen sei es zu verdanken, dass viele kleine Reparaturen unkonventionell ausgeführt werden, sodass Spielplätze sicher bleiben und nicht gesperrt werden müssen.