Tourismus

Wann kommt der Campingplatz an der Wassensdorfer Badekuhle?

Einsam und verlassen schlummert die Wassensdorfer Badekuhle vor sich hin. Ein Pächter, der das Areal für den Tourismus erschließen möchte, hatte sich bereits Ende 2021 gefunden. Was ist aus den Plänen geworden?

Von Ines Jachmann 11.05.2022, 17:27
Still ruht der See an der Badekuhle in Wassensdorf. Und er wird noch eine ganze Weile weiter vor sich hin schlummern.
Still ruht der See an der Badekuhle in Wassensdorf. Und er wird noch eine ganze Weile weiter vor sich hin schlummern. Foto: Ines Jachmann

Wassensdorf - Vielerorts beginnt wieder die Badesaison. Nur nicht an der Wassensdorfer Badekuhle. Das Juwel, direkt am Tor zum Drömling, liegt seit Jahren brach. Ein

Oebisfelder will das ändern, das Areal pachten und wieder zu einem Besuchermagneten machen. Doch dieses Jahr wird es mit der Umsetzung noch nichts.

Einwohner und Besucher müssen mindestens noch bis 2023 warten, bis der einst so gut frequentierte Badeort wieder ein Besuchermagnet wird. Zwar gibt es einen Privatbetreiber, dessen Pläne vielversprechend klingen, doch bisher ist noch nicht einmal der Pachtvertrag unterzeichnet. Der anfängliche Optimismus vom Dezember 2021 hat sich aufgelöst. Zuversichtliche Töne, dass der neue Betreiber bereits zu Beginn der diesjährigen Saison starten könnte, haben sich in Luft aufgelöst. Woran liegt das?

Derzeit sei der Privatbetreiber dabei, sämtliche Rahmenbedingungen zu seinem Vorhaben zu klären. Geplant ist ein Campingplatz inklusive Wohnmobilstellplätzen. Seitens der Stadt sei man dabei, die Bauleitplanung abschließend zu bewerten, erklärt Bauamtsleiter Uwe Dietz. „Anhand des Vorhabens gehen wir davon aus, dass noch einige Anpassungen erforderlich sein werden.“

Das Bestandsgebäude inklusive Toiletteneinrichtungen sind zwar gut erhalten und könnten theoretisch gleich genutzt werden. Da aber der Betreiber einen Campingplatz errichten möchte, müssen das Nutzungs- und das Planungsrecht erweitert werden. „Teilweise handelt es sich um bauordnungsrechtlich genehmigungspflichtige Anlagen“, so Dietz. Entwickelt werden soll der gesamte Bereich – beginnend von der Straße bis ran an die Badekuhle.

Duschräume nötig

Erste Vorabstimmungen zu den Erschließungen der Leitungen mit den Ver- und Entsorgern seien bereits erfolgt. Sprich: Strom, Wasser, Abwasser – alles, was ein Campingplatz benötigt. Entsprechende Kostenangebote liegen der Stadt nun vor. „Jetzt sind noch bauliche Dinge zu prüfen. Zudem wollen wir parallel klären, welche Anlagen in der ersten Stufe als Ergänzung der bestehenden Gebäude möglich sind, die eine Nutzung vorab erlauben.“ Hierbei geht es unter anderem auch um die Aufstellung eines Duschcontainers. Perspektivisch sei aber für die Entwicklung des Campingplatzes ein festes Gebäude dafür vorgesehen.

Dietz ist realistisch. „Dieses Jahr wird das Projekt noch nicht umgesetzt werden können.“ Das sei auch mit dem Privatbetreiber klar kommuniziert. „Wir wollen alle vorbereitenden Maßnahmen miteinander abstimmen. Wenn alle ihre Hausaufgaben gemacht haben, also die Stadt und der Pachtinteressent, könnte der Betrieb 2023 aufgenommen werden.“

Bisher gibt es das Konzept. Das soll stufenweise entwickelt werden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen passen und es muss finanzierbar sein. Wichtig sei auch, dass mit dem Betreiber ein langfristiger Vertrag aufgesetzt werde. Schließlich brauche er auch eine Sicherheit für seine Investition, so Dietz.

Es wird deshalb noch eine Weile dauern, bis aus der Badekuhle wieder ein Magnet für Einwohner, Tages- und Wochenendtouristen wird.