Kroppenstedt l „Ziel des Bauausschusses war es ja, sich eine Meinung zur Bebauung auf dem Festplatz zu bilden. Dafür waren die Vertreter der Schützenvereine zur Sitzung eingeladen. Ich kann heute sagen, dass die Sitzung gut gelaufen ist, wir einen Konsens gefunden haben“, erklärt Kroppenstedts Bürgermeister Joachim Willamowski.

Diskutiert wurde an diesem Abend im Übrigen im Beratungsraum des Feuerwehrgerätehauses, also in unmittelbarer Nachbarschaft des künftigen Wohngebietes. Aus dem Festplatz, es handelt sich um eine kommunale Fläche, wird ein Wohngebiet. So lautet das einhellige Ergebnis der Diskussionen.

Feste an anderer Stelle feiern

Die Kleinstadt könne im Gegenzug andere Flächen zur Verfügung stellen, die künftig als Festplatz infrage kommen. Joachim Willamowski kann den Vereinen aber auch zusichern, dass es im kommenden Jahr keine Beeinträchtigungen für geplante Feste geben wird.

„Das Vorhaben, neue Bauplätze am genannten Standort zu schaffen, soll kurzfristig realisiert werden. Da es sich um kommunales Eigentum handelt, können wir schnell handeln und vor allem die Preise für das Bauland selbst gestalten. Noch 2019 wollen wir im Stadtrat die entsprechenden Beschlüsse fassen und die Planung in Auftrag geben. Wie viele Quadratmeter als Bauland ausgewiesen werden können, steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest“, erklärt der Bürgermeister. Um sich auf die Erschließung dieses kommunalen Wohngebietes zu konzentrieren, werde es 2020 keine Straßenbaumaßnahmen in Kroppenstedt geben.

Neue Einwohner nach Kroppenstedt locken

Joachim Willamowski sieht im Namen des Stadtrates mit dem Schaffen der Bauflächen für die Kleinstadt auch die Möglichkeit, neue Einwohner nach Kroppenstedt zu locken. „Das ist unsere Chance, etwas gen den Einwohnerschwund zu tun und auf lange Sicht die Grundschule zu erhalten. Wir müssen den Ort weiterentwickeln, die vorhandene Infrastruktur erhalten und ausbauen“, sagt das Kroppenstedter Stadtoberhaupt.