Oschersleben l Zu einem Feuerwehreinsatz mussten die Oschersleber Brandschützer am 6. Oktober 2020 ausrücken. Wie Feuerwehr-Sprecher Andreas Ehrhardt mitteilte, sei man um 17.39 Uhr durch die Rettungsleitstelle in Haldensleben alarmiert worden. Mehrere Anrufer hatten über den Notruf eine starke Rauchentwicklung im Bereich der Lüneburger Straße gemeldet.

„Bereits kurze Zeit nach dem Alarm konnten die ersten Kräfte unter Führung von Einsatzleiter Carsten Loof eine Lageerkundung durchführen“, so Ehrhardt. Dabei habe sich heraus gestellt, dass nicht, wie erst vermutet, ein Schuppen brennt, sondern Rauch aus einem alten Trafogebäude aufsteigen würde. „Aufgrund des maroden Zustands haben wir uns gegen ein Betreten des Trafohauses entschieden und löschten von einem Fenster aus.“ Dabei sei der Angriffstrupp unter schwerem Atemschutz vorgegangen, um sich vor den giftigen Rauchgasen zu schützen. Mit Hilfe eines C-Löschrohrs konnte der Brand schnell gelöscht werden. „Wir haben die Brandstelle dann noch mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und konnten nichts mehr feststellen.“

Der Einsatz in der Lüneburger Straße war nach einer halben Stunde beendet. Zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

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Üben, üben, üben

Um für solche Einsätze immer gewappnet zu sein, üben die Oschersleber regelmäßig bei ihren Dienstabenden die Grundlagen und Einsatztechniken. Jedoch stand in den letzten Wochen weniger das Thema Brandbekämpfung auf dem Plan, sondern die technische Hilfeleistung. „Dafür sind wir auf das Gelände der Motorsport-Arena gefahren“, erklärt Ehrhardt weiter. So wurde ein Fahrzeug auf dem Bauhof der Rennstrecke zur Verfügung gestellt, an dem die Kameradinnen und Kameraden die technische Rettung von Unfallopfern nach einem Verkehrsunfall üben konnten. Ein weiteres Ausbildungsthema befasste sich mit dem „Heben von Lasten“. Dabei wurde angenommen, dass eine Person unter einer Betonplatte eingeklemmt wurde. Mit Hebekissen wurden die verschiedenen Möglichkeiten zum Anheben trainiert. Auch mit einem Schlauchboot konnte hier intensiv geübt werden. Im Innenbereich der Rennstrecke befinden sich künstlich angelegte Teiche, die optimale Bedingungen boten. Seit vielen Jahren nutzen die Kräfte der Oschersleber Feuerwehr das weitläufige Gelände der Motorsportarena für Übungen und Ausbildungen. Für die Unterstützung und zukünftige Zusammenarbeit möchte sich Ortswehrleiter Carsten Loof recht herzlich im Namen der gesamten Oschersleber Feuerwehr bei der Geschäftsleitung bedanken. Geübt wird übrigens jede Woche Dienstag.