Oschersleben l Im April ist es endlich soweit, der von langer Hand geplante kommunale Breitbandausbau geht in die Bauphase über. Den ersten Bauabschnitt bilden dabei die Ortsteile Neindorf und Neubrandsleben sowie das Gewerbegebiet „Am Pfefferbach“. „Zudem werden im Zuge des ersten Bauabschnittes auch die Schulen in der Kernstadt mit Gigabit-Glasfaseranschlüssen ausgestattet. Insgesamt werden so etwa 200 Haushalte bzw. Gewerbebetriebe in diesem ersten Schritt erschlossen“, teilt Matthias Steffen, Leiter des Büros des Bürgermeisters der Stadt Oschersleben, mit.

Neindorf und Neubrandsleben zuerst

Das von der Stadt mit der Planung und Baudurchführung beauftragte Unternehmen EKN würde derzeit mit allen Kunden, die bereits einen Vorvertrag mit dem Netzbetreiber DNS:Net abgeschlossen haben, die Details der Hausanschlusslegung abstimmen. Jeder, der im ersten Bauabschnitt noch vom Angebot eines kostenlosen Anschlusses profitieren will, hat noch bis zum 31. März Zeit, einen Vorvertrag abzuschließen. Dieser eng gesetzte Termin gilt für mögliche Nutzer im ersten Bauabschnitt und ist deshalb so eng gesetzt, weil jeder „Nachzügler“ Umplanungen und damit zusätzliche Kosten verursachen würde.

Dass in Neindorf und Neubrandsleben sowie in den Gewerbegebieten von Oschersleben mit dem Breitbandausbau begonnen werde, habe mehrere Gründe. In der Helios Börde-Klinik werde dringend ein leistungsstarkes Internet gebraucht. Auch die Untenehmen im Gewerbegebiet „Am Pfefferbach“ beklagen schon lange die fehlenden aber dringend benötigten Gigabit-Glasfaseranschlüsse.

Nach erstem Abschnitt folgen weitere Dörfer

Ausschlaggebend sei zudem gewesen, dass in diesem ersten Abschnitt keine Bahnlinie gequert werden müsse. „Zudem kommt das Hauptsignal, der Hauptstrang des Netzwerkes, der sogenannte Backbone, aus dem Norden. Dort schließen wir uns an“, so Steffen. Für den ersten Bauabschnitt sind vier Monate eingeplant. Nicht vorhandene Tiefbaukapazitäten am „überhitzten“ Markt seien Schuld am verzögerten Breitbandausbau.

Im nächsten Schritt bekommen Beckendorf, Hordorf und möglicherweise Schermcke das Gigabit-Glasfasernetz. Weitere Details sind auf der Website der Stadt Oschersleben unter www.oscherslebenbode.de/Breitbandausbau zu finden.

„Der mit Bundesmitteln geförderte Breitbandausbau stellt mit einem Umfang von etwa 20 Millionen Euro das größte Infrastrukturprojekt in der jüngeren Vergangenheit Oscherslebens dar. Der Ausbau erfolgt nach dem sogenannten Betreibermodell, wonach die Kommune das Netz errichtet und danach langfristig an einen Betreiber verpachtet“, erklärt Matthias Steffen.