Altbrandsleben l Warum einfach, wenn‘s auch kompliziert geht. Diese Feststellung trifft wohl für den Bau des Feuerwehrgerätehauses in Altbrandsleben zu. Schon lange warten die Kameraden um Ortswehrleiter Steffen Reinsch auf ein neues Feuerwehrgerätehaus. Der Winter 2016/2017 sollte der letzte im alten Haus sein. Doch bei der Planung des neuen Gerätehauses hat sich schließlich herausgestellt, dass ein Teil des Baugrundstücks in ein Landschaftschutzgebiet hineinragt.

Die Stadt beantragte das Herauslösen der Fläche. Doch das wurde vom Landkreis Börde abgelehnt. Die Stadt sollte Alternativen zum Baugrundstück finden. Diese waren im Januar dieses Jahres in der Ortschaftsratssitzung diskutiert und dem Landkreis zugearbeitet worden.

Sondergenehmigung erteilt

Doch jetzt kommt Bewegung in das Projekt. Hinsichtlich des Baugrundstücks hat der Landkreis nun eine Sondergenehmigung erteilt. Damit könne nun das Bebauungsplanverfahren fortgesetzt werden.

„Diese Genehmigung ist befristet, bis die Lösung aus dem Landschaftsschutzgebiet erfolgt ist. Zugleich ist der Hinweis auf einen möglichen Widerruf enthalten. Daher nehmen wir dieses Schreiben als tendenziell positive Rückmeldung auf den Antrag zum Herauslösen besagter Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet. Wichtig ist, dass wir jetzt mit der Bauleitplanung weiterweitermachen können“, so der Stadtsprecher Mathias Schulte. Wann denn nun aber tatsächlich mit dem Bau begonnen werden könne, stehe noch nicht fest.

Plan ist überarbeitet

Ein vorzeitiger Bebauungsplan, der ursprüngliche stammt aus dem Jahr 2014, ist überarbeitet.

Ein neuer Entwurf mit Lageplan, textlichen Festsetzungen und Begründung liegt mit Datum vom 7. März vor und wird nun im Ortschaftsrat am 20. März und im Bauausschuss des Stadtrates am 5. April beraten. Der Entwurf des Bebauungsplanes liegt vom 16. April bis Mai 2018 öffentlich in der Stadtverwaltung aus.