Oschersleben l Die Einladung zum Fliegerlager des Fliegerclubs Oschersleben haben auch in diesem Jahr befreundete Vereine aus Magdeburg, Ballenstedt und vom Aero Club Wittenberg, die auch Flugzeug mit gebracht haben, gern angenommen. Ist doch das seit 1999 organisierte Treffen auf dem Flugplatz am Rande von Oschersleben eine willkommene Gelegenheit, sich gegenseitig zu unterstützen, von einander zu lernen.

Erstes Treffen fand 1999 statt

Apropos lernen: Nachwuchspilotin Romy Körnig ist wieder mit von der Partie. Obwohl sie sich bereits freigeflogen hat, sitzt an diesem ersten Tag des Fliegerlagers der Ballenstedter Fluglehrer Rainer Schinkel hinter ihr im Zweisitzer „Bocian“, gibt den einen oder anderen Tipp und der Nachwuchspilotin auch Sicherheit, ehe sie sich wieder allein mit dem Segelflugzeug in die Lüfte schwingt.

Davon ist Lukas Kauert aus Altbrandsleben noch weit entfernt. Zum ersten Mal ist der 17-Jährige beim Oschersleber Fliegerlager dabei. Und was den Vereinsvorsitzenden Heinz-Joachim Ladwig besonders freut: Der Gymnasiast konnte auch als Mitglied gewonnen werden.

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„Mich hat das Fliegen schon immer fasziniert, jetzt möchte ich es auch lernen", erzählt er. Die ersten Flugstunden habe er schon hinter sich gebracht. „Es ist einfach schön, da oben durch die Lüfte zu segeln“, so Lukas Kauert.

24 Teilnehmer sind dabei

Das 2019er Fliegerlager des Fliegerclubs Oschersleben war am Sonntag, 7. Juli, eröffnet worden. Heinz-Joachim Ladwig berichtet, dass in diesem Jahr 24 Teilnehmer dabei sind. „Unsere Vereinsmitglieder nutzen unsere Zusammentreffen vor allem zur Schulung und die Linzpiloten als Training für die Deutschen Meisterschaften im Streckensegelflug. Je nach Wetter können dabei 50 bis 500 Kilometer zurück gelegt werden“, berichtet der Vereinschef.

Zur Eröffnung des Fliegerlagers schaute auch Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer (parteilos) vorbei. Die Einladung zur Eröffnung hatte auch Stadtrat Ulrich Hoppe (Die Linke) angenommen. Benjamin Kanngießer ließ sich die einmalige Chance auf eine Mitfluggelegenheit nicht entgehen, genoss den Blick von hoch oben auf seine Heimatstadt, die ja bekanntlich in diesem Jahr 1025 Jahre alt wird.

Dank an den Bürgermeister

Vereinschef Heinz-Joachim Ladwig bedankte sich beim Stadtoberhaupt und dem Stadtrat für die jährliche Unterstützung des Vereins.

Wenn die Teilnehmer des Fliegerlagers wieder gelandet sind, finden sie sich am Abend zusammen. Dann werden die Flüge ausgewertet, wird Theorie gebüffelt und „natürlich viel Fliegerlatein erzählt“, so Ladwig.

Noch bis zum 13. Juli haben Interessierte die Chance auf eine Mitfluggelegenheit. Wer sich Oschersleben von oben anschauen möchte, findet sich einfach zwischen 11 und 16 Uhr auf dem Flugplatz in Richtung Hornhausen ein.