Alikendorf l Kürzlich tagte der Bauausschuss des Stadtrates Oschersleben im kleinen Dorf Alikendorf. Die Gunst der Stunde nutzten einige Bürger und brachten nochmals ihr Problem mit den schweren landwirtschaftlichen Maschinen, die den Weg durch den Ort nehmen, zur Sprache.

Vor Jahren waren im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms gleich mehrere Straßen im Dorf grundhaft ausgebaut und für viel Geld saniert worden. Doch schon seit geraumer Zeit kritisieren die Bürger, dass immer schwerer werdende landwirtschaftliche Fahrzeuge durch den Ort „rauschen“, um auf ihre Felder oder zu den Biogasanlagen zu gelangen. Dabei würden nicht nur die Straßen kaputt gefahren. „Unsere Häuser nehmen auch Schaden, bekommen Risse“, machte Dieter Markmann auf das nach wie vor akut bestehende Problem aufmerksam. Und verwies dabei zugleich auf einen Feldweg, der jüngst zwischen Blumenberg und Schwaneberg gebaut wurde. Hier hatten das Amt für Landwirtschaft und der Verband der Teilnehmergemeinschaften sowie die angrenzenden Kommunen gemeinsame Sache gemacht, um die 3,2 Kilometer lange Verbindung zu schaffen.

Vorzugstrasse wird abgestimmt

„Das sollte doch auch bei uns möglich sein. Zumal bei uns von einer Umfahrung mit einer Länge von 180 Metern die Rede ist“, machte Dieter Markmann deutlich. Gegner der Umfahrung würden zusätzlich für Stimmung im Dorf sorgen und behaupten, dass mehr als eine Millionen Euro für den Weg gebraucht würden. „Zwei Jahre ist nun eine Einwohnerversammlung her, auf der die Probleme angesprochen wurden. Seitdem gibt es keine neuen Informationen. Wie ist denn nun der aktuelle Stand?“, fragte Dieter Markmann in die Runde der Bauausschussmitglieder. Die konnten an diesem Tag die Fragen der Alikendorfer nicht beantworten.

Das erledigte nun Stadtpressesprecher Mathias Schulte. „Wir sind aktuell mit einem Planungsbüro dabei, eine Vorzugstrasse für die Umfahrung abzustimmen. Daraus ergibt sich dann, ob ein Grunderwerb oder ein Flächentausch vorbereitet werden muss“, so Schulte.

Mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt müsse die Aktion ebenso abgestimmt werden, müssten Artenschutzuntersuchungen und Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geplant werden. Kurzum: Auch 2019 ist der Bau der 180 Meter langen Umfahrung für Alikendorf nicht vorgesehen, müssen sich die Bürger weiter gedulden.