Krottorf l Als der Schützenumzug wieder auf dem Krottorfer Burghof eingetroffen ist, war er um einiges länger als gut eine halbe Stunde zuvor beim Start an der selben Stelle. Und das lag nur zum geringen Teil daran, dass dieser vom Spielmannszug der Hordorfer Feuerwehr angeführte Umzug die 2018-er Schützenmajestäten von zu Hause abgeholt hat. Sind es in Krottorf doch immer nur zwei solche Majestäten, die während des Volks- und Schützenfestes ermittelt und gekrönt werden.

Vielmehr haben sich auf dem Weg durch den Ort immer mehr Dorfbewohner eingereiht, um zum Burghof mitzumarschieren. So dass schließlich hinter den Musikern die Hordorfer Vereinsschützen, Vertreter der befreundeten Schützenvereine aus Hordorf, Wulferstedt, Gröningen, Hornhausen, Günthersdorf und Schwanebeck sowie mindestens noch einmal ebenso so viel Zivilisten auf der Burg eintrafen. Wo sie dann allesamt noch einmal auf Befehl von Kommandeur Carsten Junge strammstehen mussten, der sie dann aber sofort zum musikalischen Frühschoppen hat wegtreten zu lassen. Denn für diesen Frühschoppen war schon längst alles vorbereitet. Der Zapfhahn lief bereits, die Musik spielte und schnell waren die Tische besetzt. An denen auch sofort die Stimmung da war.

Dorfgemeinschaft gelobt

Kurz unterbrochen haben das Ganze nur noch einmal der Krottorfer Schützenvereins-Vorsitzende Michael Hecht und Gröningens Bürgermeister Ernst Brunner. Während Hecht jenen Frühschoppen offiziell eröffnet und sich bei allen Teilnehmern sowie Organisatoren und Helfern des Volks- und Schützenfestes bedankt hat, nutzte Brunner die Gelegenheit, um Hecht eine finanzielle Unterstützung zuzustecken und die Krottorfer generell zu loben. „Schon als ich gestern Abend beim Schützenball vorbeigeschaut habe, waren zahlreiche Dorfbewohner hier. Und dass sich nun heute auch so viele Bürger dem Umzug angeschlossen haben, das war schon sehr beeindruckend. Das Dorfleben in Krottorf funktioniert sehr gut“, stellte Gröningens Bürgermeister fest.

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Und das sehr zur Freude von Michael Hecht und seinen gut 30 Mitstreitern vom Schützenverein, die unter dem Strich mit dem Ablauf ihres Volks- und Schützenfestes sowie mit dem Interesse der Bürger des eigenen Dorfes und der umliegenden Orte sehr zufrieden waren. „Dass wir seit dem Vorjahr unsere Feste hier auf dem Burggelände feiern, war eine richtige Entscheidung“, so der Vereinschef.

Das sieht auch Vereinssprecherin Michelle Becker so, die zudem vor allem denen danken möchte, die für die „ganz tolle“ Verpflegung der Besucher gesorgt und die überdies den Verein insgesamt bei der Organisation des Festes unterstützt haben. Nur mit deren Hilfe sei es beispielsweise möglich gewesen, den Kindern am zweiten Festtag einen Nachmittag mit Karussell, Hüpfburg, Schminken und Ponyreiten zu bieten.

Bleibt noch, die beiden Majestäten zu benennen, die sich in diesem Jahr beim Königsschießen durchgesetzt haben. Wobei beide Majestäten Königinnen sind. Denn mit Kathrin Brünnecke (Schützenkönigin) und Johanna Gruber (Volkskönigin) haben in diesem Jahr beide Wettbewerbe Frauen gewonnen. „Und das bei 49 beziehungsweise 48 von 50 möglichen Ringen mit super Leistungen“, so Michael Hecht.