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Kritik der EinwohnerWas mit den Stolperfallen am Hadmersleber Sportplatz passieren soll

Kaputter Fußweg, illegale Müllentsorgung, fehlende Beleuchtung: Die Kritik an den Zuständen rund um die Hadmersleber Sportstätte wächst. Was dagegen passieren soll.

Von Jan Dahms 08.02.2024, 19:30
In keinem guten Zustand sieht auch Roland Manegold vom TSV Hadmersleben einen Teil des Fußweges rund um den Sportplatz.
In keinem guten Zustand sieht auch Roland Manegold vom TSV Hadmersleben einen Teil des Fußweges rund um den Sportplatz. Foto: Jan Dahms

Hadmersleben - Die Grenze zwischen alt und neu fällt einem derzeit am Hadmersleber Sportplatz sofort ins Auge. Je weiter man sich von der vor rund eineinhalb Jahren eröffneten neuen Sporthalle des TSV Hadmersleben wegbewegt, desto unwegsamer wird das Gelände. Während der Fußweg um die Halle herum neu gebaut wurde, sind es einige Meter weiter schätzungsweise 60 Jahre alte Gehwegplatten, die um den Sportplatz führen. Das ist einigen Einwohnern des Oschersleber Ortsteils ein Dorn im Auge.

Sie kritisieren den Zustand vor Ort. Dort sehe es „so schlimm“ aus, der Fußweg sei „total kaputt“. Gerade ältere Menschen, die dort mit ihrem Rollator entlang gehen würden, müssten aufpassen, dass sie nicht hinfallen. Außerdem bemängeln sie die fehlende Beleuchtung vor Ort und weisen auf die illegale Müllentsorgung hin.

Auch Roland Manegold kennt als ehemaliges Vorstandsmitglied des TSV Hadmersleben die genannten Probleme. Zwar gebe es Wege im Ortsteil, die in einem „noch schlechteren Zustand“ seinen. Kürzlich habe es vor einer Veranstaltung kleinere Reparaturarbeiten gegeben, die der Verein organisierte. Damit eine kleine Friedensfahrt für Kinder mit ihren Fahrrädern stattfinden konnte, wurde demnach zuerst der Fußweg „nachgebessert“. Die Laufeinheiten der Fußballer seien aber dennoch auf dem Fußweg möglich, so Roland Manegold.

Der Bereich um den Sportplatz in Hadmersleben dient immer wieder als illegale Müllkippe.
Der Bereich um den Sportplatz in Hadmersleben dient immer wieder als illegale Müllkippe.
Foto: Jan Dahms

Fußweg in Hadmersleben: Flicken statt erneuern

Sie teilen sich den Weg mit einigen anderen Einwohnern. Denn nach Auskunft des Ortsbürgermeisters Hans Ulrich Göllner werde dieser Weg beispielsweise als Strecke zum Friedhof genutzt. „Das Problem sind die Bäume, die ringsum stehen. Deren Wurzeln heben den Fußweg immer wieder an“, schildert Göllner. So komme es vor, dass die Steine teilweise zentimeterhoch herausstehen. Gegen diese Stolperfallen sind nun wiederholte Maßnahmen angekündigt. Allerdings heißt die Devise vor Ort weiterhin: Flicken statt Erneuern. „Geplant ist, dass im Frühjahr der Bauhof den Weg wieder ausbessert, zumindest die Steine, die rausschauen“, teilt der Ortsbürgermeister mit. Eine komplette Sanierung des Weges sei demnach zwar wünschenswert, im Hinblick auf die finanzielle Lage der Stadt aber eher unrealistisch. Zudem verweist Göllner auf den gerade erst erneuerten und beleuchteten Weg um die neue Sporthalle.

Diese Beleuchtung endet allerdings kurz hinter dem Gebäude. „Da kann ich keine großen Hoffnungen machen, dass wir die Laternen dort in die Gänge bekommen“, bedauert Göllner. Die Laternen seien vor einigen Jahren zu oft das Ziel von Vandalen gewesen. „Deshalb hat der Stadtrat Hadmersleben damals entschieden, die Lampen auszuschalten und nicht wieder zu erneuern“, teilt der Ortsbürgermeister mit. Derzeit gebe es auch keine Bestrebungen, das zu ändern. Noch weniger ändern könne man bei der illegalen Müllentsorgung vor Ort. Diese sei laut Göllner eine Unsitte. Er geht davon aus, dass es immer die gleichen Leute seien, die ihren Müll in die Natur schmeißen. „Von Mülltüten angefangen, bis zu den Sachen, die man eigentlich gar nicht wegschmeißen muss.“

Auch für die Stadt Oschersleben seien wilde Müllkippen in der Landschaft „einfach unverständlich“. Das schrieb die Stadtverwaltung zu einem angezeigten Fall am Hadmersleber Sportplatz in ihrem Portal „Sag’s uns einfach“. Dort können Bürger auf entdeckte Mängel hinweisen. Man habe deshalb im Juni 2023 im Amtsblatt dazu aufgerufen, sich an die Regeln der Müllentsorgung zu halten. „Jeder von uns trägt eine Verantwortung für unsere Umwelt und die Gesellschaft, in der wir leben“, so die Stadtverwaltung.