Beförderungen und Ehrungen

Beförderung zum Hauptlöschmeister:

Steffen Eicke

10 Jahre Feuerwehr:

Marie Vogt, Jasmin Vogt, Jens Meyer

20 Jahre Feuerwehr:

Wolfgang Kasten, Christian Hinz

40 Jahre Feuerwehr:

Eckhard Bahr

Neindorf l Mit kräftigen Schlägen auf die Schultern von Steffen Eicke besiegelten Neindorfs Wehrleiter Mathias Bange und Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer (parteilos) die Beförderung von Steffen Eicke zum Hauptlöschmeister. Zuvor hatten Bange und Kanngießer dem Kameraden Eicke die Schulterstücke des neuen Dienstgrades an die tiefblaue Uniform geheftet.

Die Beförderung von Eicke zum Hauptlöschmeister war nur ein Punkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neindorf und ihres Fördervereins im Gerätehaus.

Zunächst hatte Wehrleiter Mathias Bange seinen Kameraden und Gästen der Versammlung die Einsätze 2017 in Erinnerung gerufen. Diesen Bericht hörten unter anderem neben Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer, Carsten Lellau als Vertreter des Ortschaftsrates von Beckendorf/Neindorf, Harald Hinz, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Börde und Carsten Loof, stellvertretender Stadtwehrleiter in Oschersleben.

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Bange sagte unter anderem, dass die Neindorfer Frauen und Männer in den Reihen der aktiven Abteilung der Ortsfeuerwehr im vergangenen Jahr 28 Einsätze bewältigt und zusammen 1300 Stunden Ausbildung absolviert haben. Den ungewöhnlichsten Einsatz hatten die Neindorfer Kameraden, als sie im Mai zu einem Hochwasser in ihr Nachbardorf Beckendorf gerufen wurden. Plötzlich ins Dorfs eindringendes Wasser überflutete nach einem Unwetter Straßen und setzte Keller unter Wasser. Unmengen an Schlamm strömten in das Dorf. Die Neindorfer halfen, die Schäden zu beseitigen.

Auch bei einem Großbrand in Oschersleben kam die Neindorfer Truppe zum Einsatz. In der Magdeburger Straße stand ein Wohnhaus in Flammen. Die Neindorfer unterstützten ihre Oschersleber Kameraden beim Löschen. Auch im eigenen Dorf löschten die Feuerwehrleute einen Gebäudebrand und rückten drei Mal zur Helios Bördeklinik aus. Dort hatte die Brandmeldeanlage Fehlalarme ausgelöst. Mit sieben Einsätzen brachten Stürme den Neindorfer Kameraden mit der Beseitigung von umgestürzten Bäumen die meisten Einsätze des vergangenen Jahres.

Ein Drittel vor Ort ausgerückt

Wie Mathias Bange in seiner Bilanz verdeutlichte, sei die Neindorfer Feuerwehr 2017 nur zu einem Drittel zu Einsätzen im eigenen Ort ausgerückt. Die anderen Einsätze führte die Wehr in andere Oschersleber Ortsteile. Dieser Fakt sei der neuen Alarmierungs- und Ausrückeordnung der Oschersleber Feuerwehren geschuldet. Diese Verordnung sehe vor, dass bei Einsätzen mit besonderer Schwere immer mehrere Ortsfeuerwehren alarmiert würden, um genügend Kräfte vor Ort zu haben.

Schuld daran ist der allgemeine Trend, dass in den Feuerwehren immer weniger Kameraden für den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft zur Verfügung stehen. Die Neindorfer Feuerwehr hat einen Personalbestand von 39 Kameraden, wovon 24 Frauen und Männer im Einsatzdienst aktiv tätig sind.

„In so gut gefüllte Reihen bei den Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren blicke ich selten“, sagte Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer zum Personalbestand der Neindorfer Wehr. Mit einem Frauenanteil von 35 Prozent sei die Neindorfer Wehr zudem Spitzenreiter im Verbund der Oschersleber Feuerwehren.

In Neindorf und andernorts würden seiner Ansicht nach die Feuerwehren den Rückhalt im Ort bilden. Die Stadt Oscherslebens unterstütze das Feuerwehrwesen wo sie nur könne.

Die Neindorfer Wehr habe mit ihrem gut ausgestatteten Gerätehaus und dem modernen Stand der Technik gute Voraussetzungen, Nachwuchs im Ehrenamt zu gewinnen.