Gladigau l Zum traditionellen Winter-Kartenturnier des SV Blau-Weiß Gladigau am Sonnabend im Dörpschen Krug begrüßte Vereinschef Hans-Joachim Henning 38 Freunde der bunten Blätter – 28 Skat-, sechs Rommee-Akteure sowie vier Schafskopfspieler. Es war ein unterhaltsamer Nachmittagmit einem Wetteifern um Pokale und Preise. Das zum Teil gesponserte Angebot, von dem jeder Teilnehmer etwas mitnehmen konnte, war vielfältig; es reichte von mehreren Stücken Wildschweinbraten als Hauptpreise über Essbestecke, Sektgläser, Werkzeugsets, Farbroller, Badetücher, Kfz-Verbandstaschen bis zu Salatschüsseln, Kosmetika, Rucksack und andere nützliche Dinge. Sogar Blau-Weiß-Fanschals lagen bei den Preisen.

Die Skatfreunde um Spielleiter Henning spielten zwei Runden á 40 Spiele (Vierertisch) beziehungsweise 30 Spiele (Dreiertisch). Beim Schafskopf, Spielleiter Torsten Dahms, waren am Vierertisch zweimal 48 Spiele zu absolvieren. Die Rommee-Besatzung hatte Spielmodus und -leitung unter sich ausgemacht. Das gilt seit Jahren: Der Sieger in jeder Spielart bekommt einen Wanderpokal. „Wer ihn dreimal gewonnen hat, das muss nicht unbedingt hintereinander sein, aber schöner wäre es schon, darf ihn behalten“, sagte Dahms. „Im vergangenen Jahr gingen die Pokale beim Skat an Holger Kleyer, beim Schafskopf an Burgfried Hupe und beim Rommee an Lara Rohbeck, alle aus Gladigau.“ Hupe konnte an diesem Spieltag seine Trophäe verteidigen. Der Skat-Pokal ging in den Nachbarort Hagenau. Ihn gewann Hans-Christian Bach mit 2470 Punkten vor seinem Vater Helmut Bach (2182) und Christian Schulz (2154), Kleinau. Bester Schafskopf-Spieler wurde Burgfried Hupe vor Uwe Mösenthin und Matthias Böhning, alle Gladigau. An der Spitze der Rommee-Riege lag Michaela Steffens (569) aus Lüge vor Doreen Rohbeck (846), Gladigau, und Melanie Görges (1061)), Flessau. Jüngste Teilnehmerin an diesem Spielnachmittag war die elfjährige Julia Krüger aus Osterburg am Rommee-Tisch. Sie spiele seit eineinhalb Jahren, sagte sie. „Ich bin zwar nur Vorletzte geworden, aber es hat Spaß gemacht.“ Hier saß auch André Grothe aus Gladigau, dem, wie er zugab, „Rommee sympathischer ist als etwa Skat“.

Das wievielte Turnier es eigentlich war, wusste niemand genau zu sagen. Anke Reisener, die in bewährter Weise die „Buchhaltung“ – Anmeldung und Schlussrechnung – besorgt hatte, sagte, ihre entsprechenden Unterlagen würden bis 1984 zurückreichen. Torsten Dahms erinnerte sich, dass „wir irgendwann mal einen Vereins-Preisskat für unsere Mitglieder in der Winterpause ins Leben gerufen hatten. Es sollte ein schöner unterhaltsamer Nachmittag in unserem Vereinsleben sein“. Doch im Laufe der Jahre seien nach und nach andere Interessenten, auch Auswärtige, hinzugekommen, „zunächst, um mal zu schauen, wie es bei uns so läuft“, so Dahms weiter. „Sie fanden Spaß an der Sache und spielten mit, so dass der Vereinsskat langsam Turnier-Charakter annahm.“ Inzwischen gebe es viele Stammspieler, die jedes Jahr dabei sind. So wie am Wochenende.

Bilder