Arneburg l Zwar soll die Sanierung samt Erweiterung der alten Turnhalle einem Neubau nochmals gegenübergestellt werden. „Aber eigentlich ist es klar, die Tendenz steht auf Neubau einer Zweifelderhalle, irgendwo am alten Schulsportplatz“, sagt Lothar Riedinger. Der Stadtrat hatte sich in der vergangenen Ratssitzung nochmal darüber ausgetauscht. Im Haushalt 2019 sind 20 000  Euro für Projektierungskosten eingestellt – das Gremium nimmt sich des Themas wieder an. Und wieder müsste groß geschrieben werden, stellte doch Arneburg schon 1999 und 2008 beim Landkreis einen Antrag auf Baugenehmigung für eine neue Sporthalle. Doch bis dato ließ sich das Projekt letztlich wegen der leidigen Geldfrage einfach nicht umsetzen. „Wir bauen ja schon länger als der Flughafen Berlin.“

Das hatte Konsequenzen für den Arneburger Sport. Unter anderem für die Handballer, die sich wegen der schlechten Trainingsbedingungen in der Elbestadt nach und nach woandershin orientierten, wie Ulrike Stepponat als Vorsitzende des mehr als 230 Mitglieder zählenden Sportvereins Rot-Weiß Arneburg bestätigt. Aber auch die Fußballer hätten so ihre Probleme. „Wenn unsere Bambinis immer auf einem kleineren Feld trainieren, haben sie beim Spiel auf einem größeren gegen andere Mannschaften, die dies gewohnt sind, keine Chance. Sie können das dann nicht einschätzen und sind überfordert“, sagt Ulrike Stepponat. Oder die Leichtathleten: „Sie können in der kleinen Halle keinen Hürdenlauf trainieren oder keine Sprints.“ Davon ab biete die Arneburger Sporthalle viel zu wenig Platz für Arneburgs Vereine und ihre Abteilungen. „Von uns würden gerne noch mehr in der Halle trainieren.“

Würde man das alte Objekt – die Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportstätte – sanieren und vergrößern, was zwingend erforderlich wäre, „müsste man sie quasi vorher komplett abreißen“, argumentiert Riedinger nochmal für einen Neubau, der rund 2,5 Millionen Euro kosten werde. Er betont, dass Arneburg landkreisweit das einzige Grundzentrum ohne eine vernünftige Sporthalle sei. Ihm schwebe da auch eine zeitliche Schiene vor, bis wann dieses Manko behoben sein sollte: Bis 2025, wenn die Stadt an der Elbe ihren 1100. Geburtstag feiert.