Meseberg l Im Dorfgemeinschaftshaus beschäftigte sich die Bastelgruppe mit der Herstellung von Würzölen. Die Idee dazu hatten Helga Beckmann und Simone Hentschel vor Beginn der Sommerpause in die Runde geworfen und Zustimmung bekommen.

Kurz zur Erläuterung: Würz-öle sind feine Speiseöle, die mit ausgewählten hocharomatischen Kräutern, Gewürzen, Knoblauch, Zwiebeln, Pilzen und anderem so lange angesetzt werden, bis sie den Geschmack der Zutaten angenommen haben. Das dauert in der Regel drei bis vier Wochen. Dann werden Zutaten und Öl sauber getrennt, und das fertige Würzöl wird in möglichst dunkle Flaschen gefüllt.

Würzöle eigenen sich zur Geschmacksverbesserung von frischen Salaten, zum Marinieren und Bestreichen von Grillfleisch und -fisch, zum Dünsten von Gemüse, für Kurzgebratenes, für Pasta und Pizzen sowie für Suppen und Risottos. Zum Ansatz verwendet man geschmacksneutrales Speiseöl, in diesem Fall aus Sonnenblumen.

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Gut und günstig zum selber herstellen

Beckmann und Hentschel hatten sich Anregungen geholt, wie man ganz unkompliziert und ohne großen finanziellen Aufwand Würzöle selbst herstellen kann und die entsprechenden Zutaten gleich besorgt, zum Beispiel neben einheimischen Kräutern und Gewürzen solche aus der mediterranen und der provenzialischen Küche. Zwiebel und Knoblauch durften ebenfalls nicht fehlen. Auch andere Mitglieder der Gruppe hatten Beigaben mitgebracht, zum Teil getrocknet, aber auch frisch aus dem Garten wie beispielsweise Astrid Garlipp, die unter anderem Liebstöckel, Salbei, Thymian, Lavendel und Rosmarin dabei hatte. Anke Möhring steuerte Chilischoten, Knoblauch und bunten Pfeffer bei und Brigitta Franz dicke „Bollen“. Ein wenig exotisch muteten auch getrocknete ostasiatische Mischpilze an.

„Jede von uns kann die Zutaten nehmen, die sie möchte“, erklärte Beckmann. „Sie müssen aber vom Öl völlig bedeckt sein. Es ist vorteilhafter, getrocknete Gewürze zu nehmen, um zu verhindern, dass sie möglicherweise verderben.“ Frischer Dill und Rosmarin wurden von ihren Stielen gestreift, Zwiebeln und Knoblauch gehackt, ebenso großblättrige Kräuter wie Liebstöckel und Sellerie zerkleinert. Man war eifrig beschäftigt und rief sich Ideen zu, wie man welche Zutaten nicht einfach vermengen, sondern „bewusst kombinieren“ könne, um besondere Geschmackskomponenten zu kreieren.

Ein neues Mitglied war zur Gruppe gestoßen: Brigitta Franz hatte ihre Nachbarin Doris Bartsch mitgebracht, erstmal zum „Schnuppern“, doch schnell fühlte die sich heimisch in der Runde. „Wir sind zusammen zur Schule gegangen“, sagte Franz, „und nun habe ich sie einfach animiert, sich das mal anzusehen.“ Die „Neue“ brauchte keine lange Bedenkzeit. „Mein erster Eindruck“, sagte sie uns, „hier ist es schön und gemütlich. Vor allem kommt man wieder mal unter Leute und hat Beschäftigung. Ich werde natürlich wiederkommen.“

Das nächste Mal trifft man sich am 21. September, bereits um 18 Uhr. Dann werden Gipsfiguren (Rohlinge) für Herbstdekorationen bemalt.