Rossau/Osterburg l Seit 2012 selbst in der Osterburger Feuerwehr aktiv, sieht Lena Bornowski in der Arbeit als Brandschutzerzieherin eine „sehr schöne Gelegenheit, Beruf und Hobby zu verbinden.“ Wöchentlich zehn Stunden stehen der sonst seit wenigen Monaten als Kindergärtnerin in der Tagesstätte „Jenny Marx“ beschäftigten Osterburgerin für die Aufgaben in Sachen Brandschutz und Feuerwehr-Nachwuchsarbeit zur Verfügung. Am Montagvormittag stand mit der Visite im Rossauer „Zwergenland“ der erste Besuch in einer Kindereinrichtung auf dem Programm. Dort stellte sich die gelernte Krankenschwester und studierte Pädagogin vor, anschließend half Feuerwehr-Plüschbär Paul tüchtig mit, dass sich die anfängliche Schüchternheit der Mädchen und Jungen legte. Künftig wird Lena Bornowski die Rossauer Tagesstätte regelmäßig besuchen.

Gleiches gilt für die drei übrigen kommunalen Kindergärten sowie die beiden Grundschulen der Einheitsgemeinde, in denen Lena Bornowski ebenso Brandschutz, Kenntnisse der Ersten Hilfe oder den Abbau von Hemmschwellen gegenüber den Feuerwehren auf den Zettel hat. Und es könnten noch mehr Einrichtungen folgen „wie die Tagesstätten von freien Trägern in unserer Region, wenn es dort gewünscht wird“, sagte Lena Bornowski. Abseits davon soll die Brandschutzerzieherin auch die Arbeit der bestehenden Kinder- sowie Jugendwehren unterstützen und sich in Projekt- und Aktions­tage oder Feste einbringen. Genau dies hatten die Osterburger Stadtväter im Sinn, als sie Anfang 2018 ein Maßnahmepaket zur Stärkung des Ehrenamtes Feuerwehr schnürten und auch die Anstellung eines Brandschutzerziehers in die Aufgabenliste aufnahmen. Letzteres wurde dank der Unterstützung durch die Investitions­bank Sachsen-Anhalt möglich. Die Investitionsbank fördert das Projekt über einen Zeitraum von zwei Jahren und kommt dabei konkret für 80 Prozent der Kosten auf, berichtete Filip Mäder aus dem Osterburger Ordnungsamt.

Wie es nach dem befristeten Förderzeitraum mit der Stelle des Brandschutzerziehers weiter geht, ist nach Angaben des Rathausmitarbeiters völlig offen. „Denn wenn das Projekt gut angenommen wird, ist es durchaus vorstellbar, dass wir es nach den zwei Jahren auch ohne Förderung fortsetzen“, machte Mäder in Rossau deutlich.