Osterburg l Eigentlich sei es lediglich die Osterburger Lebenshilfe, die von diesem Haltepunkt auf dem Weinberg Gebrauch macht. „Aber das stimmt so nicht. Es ist eine offizielle Haltestelle im Rahmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), die eben auch von Ruf- oder Reisebussen angefahren wird“, stellte Bauamtsleiter Matthias Köberle klar. Dass bei Einwohnern in diesen Tagen der Eindruck aufgekommen sei, dort entstehe ein viel zu üppiger Neubau, könne er mit Blick auf die Ausdehnung der Baustelle ein Stück weit nachvollziehen. „Grund dafür ist, dass wir Teile der Straße aufgenommen haben, weil wir sie an die Haltestelle anbinden wollen“, erklärte er. Die Anlage, zu der auch eine Grünfläche gehört, die den Halt von der Straße abgrenzt, werde aber tatsächlich nicht größer ausfallen als ihr Vorgänger, kündigte Matthias Köberle an.

Auf Nachfrage ging er auch noch einmal auf den Anlass der Investition ein. So müsse die Einheitsgemeinde bis zum 1. Januar 2022 eine Vorgabe des Bundes umsetzen und  den ÖPNV in ihrem Territorium barrierefrei gestalten. Genau dies geschehe auf dem Weinberg, im Zuge der Arbeiten wird so unter anderem auch der Bordstein zur Rosenstraße abgesenkt, damit Menschen mit eingeschränkter Mobilität ohne Schwierigkeiten zur Haltestelle gelangen können. Wie Köberle abschließend informierte, betragen die Baukosten für die Neugestaltung der Bushaltestelle rund 70.000 Euro. Allerdings muss die Kommune lediglich für einen 20-prozentigen Eigenanteil selbst aufkommen, die übrigen 80 Prozent werden aus Fördermitteln finanziert. Mitte Dezember sollen die Arbeiten an dem Haltepunkt ihren Abschluss finden.

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