Gladigau l Mit dem heiteren Stück „Rosendaag un klaute Juwelen" aus der Feder von Viola Schößler spielt das Gladigauer Dorftheater einen Einakter ein, der in der Gegenwart angesiedelt ist, seine Kulisse in einem Hotelzimmer findet und neben dem Krimi-Hintergrund ein amüsantes Beziehungsgeflecht spinnt. Nachdem die vorherige Spielzeit mit ihrem Jubiläums­charakter, einer achtköpfigen Besetzung und der Aufführung des Volksstückes „Raphael vor Gericht“ in Spielfilmlänge doch ordentlich Kraft gekostet hatte, „schalten wir in dieser Saison einen Gang zurück“, erklärte Regisseur Norbert Lazay. Der Krimi „Rosendaag un klaute Juwelen“ hat eine Spielzeit von rund 75 Minuten und wird von sechs Akteuren in Szene gesetzt, die allesamt bereits über Bühnenerfahrung verfügen.

Intendant erwartet den 22222. Besucher

Wie Norbert Lazay erzählte, begann das 50 Mitglieder zählende und von 44 Sponsoren unterstützte Dorftheater im August 2017 mit den Proben für die 16. Spielzeit. Jetzt habe man etwas mehr als die Hälfte hinter sich, „am Ende wird es wieder auf 40 bis 45 Proben hinauslaufen“, schätzte der Regisseur ein. Von seiner Autorin im norddeutschen Platt verfasst, haben die Gladigauer das Krimistück in die heimische Mundart „übersetzt“ und auch das Geschehen in die Region verortet. „Das Geschehen spielt sich bei uns in einem altmärkischen Hotel ab“, bestätigte Lazay.

Und ganz sicher wieder vor vollem Haus. Freuten sich die Gladigauer Theatermacher in den zurückliegenden 15 Spielzeiten mit ihren 231 Vorstellungen über insgesamt 20 790 Besucher, „können wir in unserer 16. Saison sicher unseren 22222. Gast begrüßen“, schätzte Theaterintendant Horst Bannehr ein. Der Eintrittspreis liegt wie in den Vorjahren bei 8 Euro, rund 90 Plätze stehen den Besuchern pro Vorstellung zur Verfügung. Mit einer Ausnahme: Die Premiere, die sich im Laufe der Zeit zu einem gesellschaftlichen Ereignis entwickelt hat, sei durch Sponsoren- sowie Ehrengäste faktisch ausgebucht.

Nichtsdestotrotz ermutigten die Gladigauer Theater­macher alle Interessenten, vom Kartenverkauf am 3. Februar ab 8 Uhr in der Gaststätte Roloff Gebrauch zu machen. „Mich ärgert es, wenn ich von Leuten höre, dass es keinen Sinn macht, sich um die Karten zu bemühen, weil man eh keine bekommt. Das stimmt einfach nicht“, betonte Horst Bannehr. Man könne zwar nicht immer den Wunschtermin garantieren. „Aber bisher hat noch jeder, der eine Aufführung besuchen wollte, bei uns eine Eintrittskarte erhalten“, stellte der Intendant des Dorftheaters abschließend fest.