Rochau l Sorgenvoll blicken die Rochauer auf ihre über 800 Jahre alte, aus Feldsteinen errichtete Dorfkirche. Der Turm weist Schäden auf. Die Kirchengemeinde hofft, dass Investitionen zeitnah über die Bühne gehen können. Sie konnte kürzlich einen großen Erfolg feiern: Das Weihnachtssingen brachte eine Spendensumme von 700 Euro ein. Die Organisatoren bedanken sich für diese Unterstützung.

Einst diente die Kirche den Einwohnern aus Rochau als Zufluchtsort, wenn wieder einmal marodierende Horden das Dorf heimsuchten. Nun benötigt sie selbst dringend Hilfe. Ihre Mauerwerksschichten sind porös geworden und geben nach. Steine könnten sich lösen und herabfallen. Das Geläut soll die Schäden verursacht haben. Es versetzt den Turm immer wieder in Schwingungen, die sich dann negativ auf das Material auswirken. In wieweit Umwelteinflüsse mit dazu beitragen, mag im Moment niemand einschätzen, teilt die Kirchengemeinde mit.

Die Rochauer jedenfalls haben den Hilferuf ihrer Kirche erhört. Kürzlich organisierten Jenny Packebusch und David Riep das erste Weihnachtssingen des Altmarkdorfes. Es sollte eine gelungene Premiere werden. Der Kirchturm, verhüllt mit blauen Schutznetzen, begrüßte seine Gäste. Vor dem Portal lud der Förderverein der Feuerwehr zu Getränken und Grillwurst ein. Das Kirchenschiff erstrahlte im weihnachtlichen Glanz. Selbst an einen vorgeheizten Raum hatten die fleißigen Unterstützer gedacht. Der Singekreis der Kirchengemeinde, unterstützt von Kindern des Ortes, lud die Gemeinde zum Mitsingen ein. In den Bänken lagen vorbereitete Texthefte. Von „Adeste Fidelis“ bis zu „Oh, du fröhliche“ reichte das beachtliche Repertoire. Besonders viel Applaus erhielten die Kinder für ihre Interpretation von Rolf Zuckowskis „Weihnachtsbäckerei“.

Es kamen über 700 Euro zusammen. Natürlich reicht das Geld längst nicht aus. Doch die rührigen Rochauer haben viele weitere Ideen im Kopf, um ihre Kirche zu retten.