Drüsedau l Es fällt der Startschuss für eine ganze Reihe von Infoabenden für das Glasfasernetz des Zweckverbandes Breitband Altmark (ZBA) mit Anschlüssen, die auch um Seehausen eine Übertragungsgeschwindigkeit von 500 MBit/s zu marktfähigen Preisen ermöglichen sollen. In der Sitzung des Gemeinderates „Altmärkische Höhe“ Anfang dieser Woche rührten Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth und Wirtschftsförderin Lisa Weigelt noch einmal kräftig die Werbetrommel für die von altmärkischen Kommunen ins Leben gerufene Breitband-Initiative und räumten dabei auch mit Irrtümern zur Förderfähigkeit auf, die den Erfolg des Projektes gefährden könnten.

Nachdem die Arbeit des kommunalen Zweckverbandes lange ausgebremst schien, sind die Verantwortlichen jetzt auf breiten Zuspruch potenzieller Kunden angewiesen, damit sich die Investitionen in ein eigenes Glasfasernetz rechnen und Zuschüsse abgerufen werden können. Kloth beschreibt die Erschließung als Chance, die sich so schnell nicht wieder ergeben werde.

Überprüfung lohnt sich

Schnelles Internet sei mittlerweile ein ebenso wichtiges Erschließungsmerkmal wie eine ordentliche Straßenanbindung und damit auch ein Stück Grundstücksaufwertung für die Zukunft, die er auch empfiehlt, wenn die betreffende Immobilie noch nicht bewohnt ist oder Oma Müller momentan ein einfacher Anschluss zum Telefonieren reicht. Immerhin seien die geplanten Leitungen jetzt ohne Anschlusskosten zu haben. Außerdem hofft er, dass die künftigen Netzbetreiber für den Fall der Noch-Nicht-Nutzung eine Art Bereitstellungstarif ermöglichen. Die Info-Veranstaltungen seien jedenfalls eine gute Gelegenheit, so etwas anzusprechen.

Unter der Internetadresse www.breitband-altmark.de/verfügbarkeit können Interessenten die Verfügbarkeit mit Ort, Straße und Hausnummer für jeden einzelnen Haushalt prüfen. Was Lisa Weigelt jedem ans Herz legt, weil zum Teil auch Glasfaser-Anschlüsse möglich sind, wo andere Anbieter schon 50 MBit/s ermöglichen. Was einfach mit einer Stichtagsregelung zusammenhängt, die etwa zwei Jahre zurück reicht. So waren auch die Teilnehmer der „Höhe“-Sitzung in Drüsedau erstaunt, dass bis auf Wohlenberg, ein Großteil von Stapel und Teilen Lückstedts die Gemeinde „Altmärkische Höhe“ sonst als förderfähiges Gebiet im ersten Ausbauschritt eingestuft ist und kostenfreie Hausanschlüsse ans ultraschnelle Glasfasernetz möglich sind.

Die Gemeinde „Altmärkische Wische“ ist sogar als komplett förderfähiges Gebiet eingestuft. In der Gemeinde Aland gilt das laut Wirtschaftsförderin für die Orte Aulosen, Wahrenberg, Klein Wanzer, Pollitz, Scharpenhufe, Krüden und Vielbaum. Im Zehrental sollten jetzt die Einwohner von Bömenzien, Deutsch, Drösede, Gollensdorf, Jeggel und Lindenberg hellhörig werden.

Orte, die sich in der Aufzählung nicht wiederfinden, verfügen über Anschlüsse von mindestens 30 MBit/s, die noch so neu sind, dass sie aus der Förderung fallen. So will es die umstrittene Gesetzgebung in Sachsen-Anhalt. Aus dem Grund sind die Innenstadtbereiche von Seehausen derzeit außen vor. Anders sieht das für die Ortsteile Barsberge, Behrend, Gehrhof, Beuster mit allen ehemaligen Ortsteilen, Eickerhöfe und Märsche, Teile von Geestgottberg, Teile von Schönberg inklusive Schönberg/Deich sowie Kleinholzhausen, Losenrade, Steinfelde und Wegenitz aus.

Termine für Infoabende

Nachfolgend die Termine für die Infoveranstaltungen, die alle 18 Uhr beginnen. Heute Dorfgemeinschaftshaus (DGH) Neukirchen, Montag, 10. Dezember, DGH Krüden, Mittwoch, 12. Dezember, DGH Beuster, Montag, 17. Dezember, Gasthaus Schulz Groß Garz, Dienstag, 18. Dezember, DGH Pollitz und Mittwoch, 19. Dezember, DGH Gollensdorf.

Die „Höhe“ ist im neuen Jahr an der Reihe: Freitag 11. Januar, Gasthaus Kathke Kossebau und Montag, 21. Januar Gasthof Lunkwitz Bretsch.