Osterburg l Dass Osterburg in Sachen Kinderbetreuung aufstocken muss, hat erfreuliche Gründe. In den zurückliegenden Jahren stiegen die Geburtszahlen an, zudem kehrten vermehrt junge Familien mit Kindern in die Region zurück.Deshalb stoßen die Platzkapazitäten in den Kindertagesstätten an ihre Grenzen. Und sind in Sachen Osterburger Hort schon längst darüber hinaus. So können aufgrund der begrenzten Zahl von 115 Hortplätzen in diesem Unterrichtsjahr in der eigentlichen Einrichtung an der Hainstraße lediglich Erst-, Zweit- und Viertklässler betreut werden. Die 40 Hortkinder aus der dritten Klassenstufe sind in einer Außenstelle untergebracht, die sich in der Anne-Frank-Schule befindet. Der Ausweich-Standort nimmt das Platzproblem aus der Welt, bleibt aber eine Lösung auf Zeit. Denn bei dieser Hort-Außenstelle ist die Einheitsgemeinde auf die Zustimmung des Landkreises als Träger der Anne-Frank-Schule angewiesen. Und das „grüne Licht“ aus dem Stendaler Landratsamt beziehe sich aktuell auch nur auf das Unterrichtsjahr 2018/19, machte die städtische Amtsleiterin Anke Müller auf Nachfrage deutlich.

Die Einheitsgemeinde feilt deshalb an einer eigenen, nachhaltigen Lösung. Und blickt dabei auf das heute noch für Verwaltungszwecke genutzte Haus an der Ernst-Thälmann-Straße 10. Das Gebäude steht perspektivisch für eine neue Nutzung zur Verfügung, wenn die dort untergebrachten Mitarbeiter der Verwaltung wie angestrebt in wenigen Jahren an den Rathausstandort am Kleinen Markt ziehen. Ob sich das Noch-Verwaltungsgebäude aber tatsächlich für die Betreuung von Kindern fit machen lässt und welche Umbaumaßnahmen dazu nötig wären, darüber soll eine Machbarkeitsstudie Aufschluss geben, die die Kommune im Frühjahr diesen Jahres in Auftrag gab. Mittlerweile haben die Fachleute ihre Untersuchungen faktisch abgeschlossen. Noch im August soll die Machbarkeitsstudie im Osterburger Rathaus vorliegen, kündigte Bauamtsleiter Matthias Köberle an.

Fällt das Ergebnis der Studie positiv aus, dürfte die Einheitsgemeinde ihre nachhaltige Lösung für die Hortbetreuung gefunden haben, einen erfreulichen „Nebeneffekt“ inklusive. Denn so bliebe in jedem Fall auch der dort vorhandene Saal erhalten, für den es in der Biesestadt keine vergleichbare Alternative gibt.