Seehausen l „Jetzt kommt ein Lied zum Mitsingen“, kündigte Frontmann Max Heckel nach den ersten Tönen des abendlichen Konzertes an. Und die Fans der schon seit über 15 Jahren bestehenden Band wurden von Beginn an zum Singen und zum Tanzen animiert. Dass ein Auftritt von Nobody knows Spaß bringt, wussten alle sowieso! Das unter dem Motto „Zwischen den Jahren“ stehende Konzert hat Tradition und bedeutet für das Quartett stets der finale und perfekte Abschluss des Bandjahres.

Die Seehäuser Stadtinformation läutete 2012 zusammen mit der Gruppe, die sich zwischen deutscher Folklore, Country, Polka und irischer Musik sieht, eine Zusammenarbeit ein, die sich als Volltreffer erwies. Am Sonnabendabend war es das achte Konzert „Zwischen den Jahren“. Und die Veranstalter hätten noch mehr Tickets drucken können - aber die Kapazitätsgrenze war mit 170 Besuchern erreicht. Ein Ausweichen in die größere Wischelandhalle ist für den Veranstalter keine Diskussion wert. „Die Salzkirche hat ihren Charme“, sprach Stadtinfo-Mitarbeiter Jens Rozynek die besondere Atmosphäre des Ortes an.

Im historischen Gebäude bestimmten am Sonnabend Gitarre, Banjo, Geige, Mandoline, Bouzouki und Schlagzeug die Szenerie, die Musiker um Max Heckel gaben den Ton an. Ob die eigene Version von „Sweet dreams“ (Eurythmics) oder das bekannte „Schneeflöckchen“, das am Ende gerappt wird, die Gäste bekamen wie immer die musikalische Vielfalt von Aron Thalis (Schlagzeug), Lars Knoblauch (Bass), Fred Erik Sachsa (Bouzouki) und Max Heckel (Gesang und diverse Instrumente) geboten. Und den Humor des Frontmannes obendrein! „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, raunte er bereits vor dem dritten Titel ins Mikro. Die Besucher gaben mit „Ooohh“ zu verstehen, dass sie selbst nach einer Stunde keine Pause bräuchten. Kurz zuvor griff Max zur Geige, um in einem Medley unter anderem „Am Fenster“ (City) erklingen zu lassen. Großer Applaus war Nobody knows sicher. Und auch nach der kurzen Ruhephase, in der sich viele Gäste am Merchandising-Stand umschauten, wo es natürlich auch einige der 13 Alben von Nobody knows und sogar ein Liedheft gab, gab es lautstark auf die Ohren!

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Die vier Musiker können auf rund 60 Konzerte in diesem Jahr schauen,. Seehausen setzte den Schlusspunkt unter 2019. Max Heckel, der noch mit anderen Projekten am Start ist, stand in diesem zu Ende gehenden Jahr auf rund 100 Bühnen und hofft natürlich auch für das kommende Jahr, die Seehäuser begrüßen zu können. Übrigens gibt es bei Nobody knows wie bei anderen Bands üblich keine Setlist für einen Konzertabend. „Wir wählen aus rund 50 Songs“, sagte Max Heckel. Das Quartett ist also nicht nur musikalisch vielfältig und unterhaltsam, sondern auch noch spontan!