Osterburg l Am 19. August, nur wenige Tage nach dem Auftakt des neuen Unterrichtsjahres, wird sich im Kreismuseum der Vorhang zur 26. Auflage der Ausstellung „Denkanstößiges“ öffnen. Bis dahin steht Kreismuseumsleiter Frank Hoche und seinem Team noch jede Menge Arbeit ins Haus. Denn „obgleich das Gymnasium schon ordentlich Vorarbeit leistete und durch eine eigene Vorauswahl die Riege der designierten Ausstellungs-Anwärter lichtete, trudelten zum Schuljahresende immer noch um die 1000 Kunstwerke im Museum ein. Aufgrund der überschaubaren Fläche in den Ausstellungsräumen des Museums können aber „lediglich“ um die 300 Kunstwerke einen Platz in der Schau finden. Diese auszuwählen, sei schon eine sehr knifflige Aufgabe, ist sich Hoche bewusst. Allein bewältigen muss sie der Museumschef aber nicht. Denn mit Beginn des neuen Unterrichtsjahres kündigt sich in Gestalt der Kunstlehrerinnen Uta Kühne, Elke Preis und Angelika Trösken fachkundige Unterstützung an, die bei der Auswahl der Ausstellungsexponate mithelfen wird, blickte Hoche dankbar voraus.

Schon nach den ersten, in der Regel eher flüchtigen Blicken über die Bilder, Collagen oder Objekte aus Gips und Papier ist der Museumsleiter überzeugt, „dass die Schau ihrem Anspruch, Denkanstöße zu geben, wieder vollauf gerecht werden wird. Denn unter den Arbeiten aus den fünften bis zwölften Klassen finden sich zahlreiche Beispiele für eine künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen und sozialen Problemen.“ Abseits davon stelle die Schau aber auch eine Leistungsschau aus dem Kunstunterricht des vorhergehenden Schuljahres dar. Diese Symbiose aus „Denkanstößen“ und Leistungsschau war bereits Anliegen, als die Ausstellungsreihe kurz nach der Wende ins Leben gerufen wurde, um beim Osterburger Gymnasium in die Fußstapfen der aus DDR-Tagen bekannten „Galerie der Freundschaft“ zu treten. Letztere hatte nach der Wiedervereinigung keine Fortsetzung erfahren, zudem ging mit dem einstigen Pionierhaus auch der Ausstellungsort verloren.

Maßgeblich den früheren Kunstlehrern Margret Hoffmann und Edgar Hamann war es zu verdanken, dass das Markgraf-Albrecht-Gymnasium mit dem Kreismuseum einen neuen Ort fand, um Schülerkunst auch außerhalb des Lernortes zu präsentieren. Dank dieser Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Kreismuseum wurde eine Ausstellung aus der Taufe gehoben, die sich für die Kultureinrichtung zur Traditionsreihe schlechthin entwickelt hat. Und zum Besuchermagneten, Jahr für Jahr zählt „Denkanstößiges“ zu den am meisten frequentierten Ausstellungen des Museums. Zum „Stammpublikum“ gehören auch die Teilnehmer des Ehemaligentreffens, das der Freundeskreis des Gymnasiums organisiert. Sie versammeln sich dieses Mal am 15. September und werden diesen Termin kurz vor dem Ende der Schau („Denkanstößiges“ ist bis zum Sonntag, 16.  September, zu sehen) auch dazu nutzen, um die besten Kunstarbeiten der Schüler zu prämieren.