Sanierung

Kreisstraße zwischen Seehausen und Eickerhöfe wird A-14-Bypass

Noch in der zweiten Augusthälfte soll die erste von drei Etappen für die grundhafte Sanierung der K 1020 zwischen Seehausen und Eickerhöfe in Angriff genommen werden.

Von Ralf Franke
Das Pflasterbild, das an der Einmündug der  K 1453 auf die K 1020 an die Melioration der Wische vor über 60 Jahren erinnert und unter Denkmalschutz steht, soll bei der Straßensanierung erhalten bleiben, muss aber aus Platzgründen etwas angepasst werden.
Das Pflasterbild, das an der Einmündug der K 1453 auf die K 1020 an die Melioration der Wische vor über 60 Jahren erinnert und unter Denkmalschutz steht, soll bei der Straßensanierung erhalten bleiben, muss aber aus Platzgründen etwas angepasst werden. Foto: Ralf Franke

Seehausen - Bis für die Autobahn zwischen Osterburg und der Elbe die Baumaschinen rollen, werden noch ein paar Tage ins Land gehen. Aber abseits der künftigen A 14 tut sich an einigen Stellen schon einiges, das zumindest indirekt etwas mit der künftigen Bundesfernstraße zu tun hat.

So soll noch in der zweiten Augusthälfte mit der grundhaften Sanierung der K 1020 zwischen Seehausen und Eickerhöfe begonnen werden, teilte die Pressestelle des Landkreises Stendal auf Nachfrage der Volksstimme mit. Der Vergabe- und Personalausschuss des Kreistages legte mit der Auftragserteilung Mitte Juli den Grundstein für die erste von drei Investitionsetappen, mit der die Fahrbahn 6,50 Meter breit auf einer Länge von fast 8,5 Kilometern so ertüchtigt werden soll, dass sie perspektivisch im Fall der Fälle als Umleitung zur Verfügung steht und dazu den Verkehr aufnimmt, der nicht auf der Autobahn rollen kann beziehungsweise darf. Letzteres wird wiederum nötig, weil die Autobahntrasse im Norden des Landes auf der heutigen B 189 geführt wird, bevor sie die Elbe überquert. Der Landkreis Stendal ist zwar Träger der Baumaßnahme, bekommt bei diesem finanziellen Kraftakt aber vom Bund Schützenhilfe in Form einer 90-prozentigen Sonderförderung.

Der erste Abschnitt reicht von der Zollbrücke bei Seehausen über etwa 3,1 Kilometer vorbei an Wegenitz bis zum Abzweig nach Esack und Beuster. Teil dieser Investition ist nicht nur der Neubau der Fahrbahn, die in einem desolaten Zustand und schon seit Jahren auf eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometern je Stunde begrenzt ist.

Wenn die Einmündung von der K 1453 auf die K 1020 hergestellt wird, muss nämlich auch der Schriftzug erhalten bleiben, der an die Wischeaktion zu DDR-Zeiten erinnert und der FDJ-Kreuzung ihren Namen gab. Das gepflasterte Bild aus Blaubasalt- und Granitsteinen steht unter Denkmalschutz und soll aus Platzgründen in etwas abgewandelter Form erhalten bleiben. Dazu müssen das Emblem und die Schrift aus dem Kurvenbereich ein Stück in die K 1453 eingerückt werden, wo insbesondere die Reifen von schweren Fahrzeugen nur noch wenig radierende Kräfte freisetzen.

Nach derzeitigem Stand müsste der erste Abschnitt der Kreisstraße noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Ursprünglich war vorgesehen, die zweite und dritte Etappe bis zum Abzweig Geestgottberg und von da bis zum Ortsteil Eickerhöfe 2022 fertig zu bekommen, was allerdings knapp werden dürfte. Auf das kommende Jahr ist bekanntlich auch der Bau des Kreisels zwischen der Landesstraße 2 und der Zollbrücke verschoben.

Das Prozedere erfolgt unter der Regie der Landesstraßenbehörde Sachsen-Anhalt. Der Landkreis ist mit einem finanziellen Eigenanteil von geplant 130 000 Euro dabei. Eine vergleichsweise kleine Summe gemessen an den über acht Millionen Euro, die die grundhafte Sanierung der K 1020 kosten soll.

Die Kreisstraße 1020 hat die Sanierung zwischen Seehausen und Eickerhöfe auf knapp 8,5 Kilometer Länge bitter nötig.
Die Kreisstraße 1020 hat die Sanierung zwischen Seehausen und Eickerhöfe auf knapp 8,5 Kilometer Länge bitter nötig.
Foto: Ralf Franke