Gladigau l Geschafft! Lächelnd riss Bernd Lamprecht die Arme in die Höhe. Der Schlussläufer des Teams Schmersau/Orpensdorf/Rönnebeck war dem Gladigauer Bernd Hergenröther auf den letzten Metern enteilt, hatte das Tablett mit Bier- und Schnapsglas abgestellt und wartete im Ziel auf seinen wenige Augenblicke später eintreffenden Kontrahenten.

Schmunzelnd verfolgte Matthias Müller die Szene. Der Gladigauer Ortsbürgermeister hatte eine knappe Viertelstunde zuvor selbst an der Startlinie gestanden, um die Dorfstafette mit Christian Kühne zu eröffnen. Traditionell umfasst die Stafette insgesamt 17 Etappen und bezieht dabei sämtliche Generationen mit ein. So legten Jugendliche und Erwachsene unter anderem Abschnitte im Paddelboot auf der Biese, mit dem Rad oder Wassereimer-tragend in Feuerwehr-Einsatzbekleidung zurück. Die Kinder wiederum traten im Eierlauf oder Sackhüpfen gegeneinander an, bevor die ältesten Teilnehmer mit dem Tablett den Schlusspunkt setzten. Dieses Mal war es an den Gästen, von Matthias Müller den Siegerpokal in Empfang zu nehmen, während Hansjoachim Henning, der Vorsitzende des Sportvereins Blau-Weiß Gladigau, das Geschehen hinter dem Mikrofon kommentierte. Nach dem Abschlussfoto, dass sämtliche Teilnehmer aus beiden Mannschaften vereinte, freuten sich die jüngsten Starter über ein erfrischendes Eis. Der Sport wurde aber weiterhin groß geschrieben. So standen noch Volleyballspiele und ein Fußballturnier zwischen Freizeitteams auf dem Programm. Beide Ballsportarten gehören zum Landsportfest einfach dazu. Das traditionsreiche Sportvergnügen kommt im nächsten Jahr übrigens eine Nummer größer daher. Grund: 2018 feiert der Sportverein Blau-Weiß sein 90-jähriges Bestehen. „Klar, dass wir dann extra motiviert sein werden, um uns den Siegerpokal der Dorfstafette zurückzuholen“, kündigte Matthias Müller schmunzelnd an.

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