Gladigau l Mussten sich die Gladigauer bei des Dorfstafette des 61. Landsportfestes noch den obersten Platz auf dem Siegertreppchen mit Flessau/Rönnebeck teilen, schafften die Gastgeber diesmal klare Verhältnisse. Sie gingen am Sonnabend mit einem komfortablen Vorsprung ins Ziel. Nur eine knappe Viertelstunde, nachdem er selbst das Startkommando zur Dorf­stafette gegeben hatte, setzte Gladigaus Schlussläufer Bernd Hergenröther sein Tablett mit Bier- und Schnapsglas auf dem quasi als Ziellinie dienenden Tisch ab. Lächelnd wartete er die Ankunft seiner beiden sportlichen Kontrahenten Andreas Könecke (Flessau/Rönnebeck/Schmersau) und Bernd Drong (Rossau) ab, dann zogen die drei Senioren mit einem Prosit den Schlussstrich unter die Stafette.

Das Finale bleibt den ältesten Wettkampfteilnehmern vorbehalten, zur 17 Etappen umfassenden Dorfstafette gehören aber sportliche Auseinandersetzungen aller Generationen. So legten Jugendliche und Erwachsene unter anderem Abschnitte im Sprint, im Paddelboot auf der Biese, mit dem Rad oder Wassereimer-tragend in Feuerwehr-Einsatzbekleidung zurück. Und Kinder traten im Eier­lauf oder Sackhüpfen gegen­einander an. Dabei wurden die Mädchen und Jungen lautstark angefeuert. Von Besuchern, die unterschiedlichen Teams die Daumen drückten, am Ende aber auch neidlos den Sieg der Gastgeber anerkannten. Bürgermeister Matthias Müller, der sich selbst als Startläufer für seine Gladigauer ins Zeug gelegt hatte, gratulierte und überreichte den Pokal stellvertretend für das gesamte Team an Bernd Hergenröther. Noch viel mehr als über ihren Sieg dürften sich die Gladigauer aber darüber gefreut haben, dass die 62. Auflage nahtlos an ihre Vorgänger anknüpfte und die Landsportfest-Tradition um ein neues Kapitel erweitert wurde. Wie beliebt Fest und insbesondere auch Dorfstafette sind, lässt sich nach Meinung des Sportvereins-Vorsitzenden Hansjoachim Henning auch daran messen, „dass wir noch nie Probleme hatten, die Mannschaft für die Stafette zusammen zu bekommen. Häufig fragen die Leute sogar selbst nach“, erklärte Henning, bei dem die organisatorischen Fäden zusammenliefen.

Sportlich ging es übrigens auch nach der Dorfstafette weiter. So standen ein Fußball- und ein Volleyballturnier auf dem Programm, Kinder konnten sich unter anderem auf einer Hüpfburg die Zeit vertreiben.

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