Düsedau l Im Dezember 2019 fand das Berliner Auktions­haus Karhausen für den früheren Düsedauer Bahnhof einen Käufer. Doch die erhoffte neue Perspektive für das schon lange verwaiste und stark sanierungsbedürftige Gebäude ist erst mal passé. Der Grund dafür findet sich in dem Feuer, das am 11. Januar im Bahnhof ausbrach und offenkundig durch Brandstiftung verursacht wurde. Dies haben die Ermittlungen der Polizei ergeben. Offen ist allerdings noch, ob es sich um vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung handelte, hieß es gestern auf Nachfrage aus dem Stendaler Revier.

Die am 11. Januar zur Brandbekämpfung herbeigerufenen Feuerwehr-Einsatzkräfte aus Düsedau, Calberwisch, Osterburg, Erxleben, Meseberg und Polkau konnten die Flammen durch ihr beherztes Eingreifen auf den Raum der früheren Gepäckstation begrenzen. Doch das Feuer hatte auch abseits des eigentlichen Brandschadens Konsequenzen. So sei aufgrund des Feuers der Verkauf der Immobilie nicht abgewickelt worden, teilte das Auktionshaus Karhausen gestern mit. Nun soll das 85 Quadratmeter große Bahnhofsgebäude am 13. März erneut unter den Hammer kommen.

Wiederum inklusive eines angrenzenden Güterschuppens, der über eine Nutzfläche von etwa 80 Quadratmetern verfügt, kündigte Matthias Knake, Vorstand und leitender Auktionator bei der Karhausen AG, an. Rief der Versteigerer im Dezember noch ein Mindestgebot in Höhe von 7500 Euro auf, haben sich die preislichen Vorstellungen des Auktionators nach dem Brand noch einmal deutlich reduziert. Das zur Versteigerung am 13. März aufgerufene Mindestgebot „für das Areal mit dem etwa 2800 Quadratmeter großen Grundstück liegt bei nur 500 Euro zuzüglich Courtage und bietet somit die Chance auf einen sehr preiswerten Erwerb“, so Knake, der den aufgerufenen Preis als „symbolisch“ bezeichnete.

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