Rosenhof l Was haben die Männer überlegt und wieder nachgedacht. Wie soll die neue Sitzgruppe auf dem Dorfplatz aussehen? Soll sie zum Beispiel offen oder zu einer Seite geschlossen sein? Vor allem sonntags beim Frühschoppen wurde angesichts der aktuell bestehenden rund 20 Jahre alten maroden Sitzgruppe so manche Idee ausgesprochen. So lange, bis der inoffizielle Dorfvorsteher Meinhard Jüstel sagte, „er macht es jetzt mit Daniel alleine. Sonst kommst du nicht voran“. Daniel ist Daniel Voigt, Zimmermannsmeister und Praktikumsbetreuer bei der Diakonie Osterburg mit Sitz in Hindenburg. Dort hat er über das Förderprogramm „Stabil Stendal“ Jugendliche zur Hand, die die neue Sitzgruppe mit fertigten und seit vergangener Woche aufbauen.

Die Idee zum extravaganten Bau kam von Meinhard Jüstel, der sich von hier und da inspirieren lassen habe. Und auch die Gemeinde Hohenberg-Krusemark erfolgreich um Unterstützung bat. Sie ließ den Platz für das neue Mobiliar pflastern und zahlt auch die Sitzgruppe, die angesichts der Eigenleistungen auch was die Materialbeschaffung betrifft, statt 4000 rund 2500 Euro kosten werde. Das Pappelholz kommt übrigens aus Werben.

In der nächsten Woche soll die Sitzgruppe alias „Teehäuschen“, das 14 Leuten und damit allen Rosenhofern Platz bietet, fertig sein. Nachdem Holzschalung und Pappschindeln angebracht sind, muss das Holz, das in den vergangenen Tagen doch etwas Regen abbekam, nur noch richtig abtrocknen. Dann übernehmen wieder Rosenhofer und ölen es.

Nicht zuletzt habe bestimmt auch noch der ortsansässige Künstler Reinhard Rex eine Idee, um dem Rosenhofer Teehäuschen einen letzten Clou zu verpassen. Meinhard Jüstel sprach da am Montagvormittag schon laut von – einem Drachenkopf.