Osterburg l Unter einer stattlichen Trauerweide können Spaziergänger auf einer Sitzgelegenheit Platz nehmen und den Blick auf die Biese oder das Grün der Umgebung genießen. Eine Bank, die die Weide umringt, fand am Vormittag ihren Standort auf dem Rastplatz, später am Tag sollten noch vier Tische und zwei Papierkörbe folgen. „Jetzt ist der Platz komplett“, freute sich Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose (CDU).

Nachdem das Areal im Frühherbst 2017 zur potenziellen Rastgelegenheit umgestaltet wurde, hätten Einwohner schon auf die Bank gewartet. Dies zeige ihm, „dass der Platz ganz sicher angenommen wird. Mit diesem Projekt haben wir einen Volltreffer gelandet“, so Gose. Er nutzte die Gelegenheit, um eine ganze Riege an Unterstützern aufzuzählen, die die Initiative der Osterburger Ortspolitiker zur Einrichtung des Rastplatzes erst möglich machten. Wie zum Beispiel die evangelische Kirchengemeinde als Eigner und die Familie Ohnesorge als Pächter der Fläche, beide hätten grünes Licht für das Projekt gegeben.

Zudem dankte Gose dem Holz-Spender Christian Sasse, dem Tiefbauer Daniel Köhler und der Osterburger Holzwerkstatt der Umwelt- und Landschaftssanierung Altmark, die das Mobiliar anfertigte und vor Ort zusammenfügte. Werkstatt-Projektleiter Norman Zuchold gab das Dankeschön umgehend an die Bankbauer Marcel Sommer und Andy Krönert weiter. Marcel Sommer hatte im Rahmen seines Bundesfreiwilligendienstes an der Sitzgelegenheit gewerkelt, der gelernte Tischler Andy Krönert brachte sich sogar „einfach so als Osterburger“ in das Vorhaben ein, machte Norman Zuchold deutlich. Für den Aufbau der Rundbank auf dem Rastplatz zeichneten David Riedel und Heiko Beninde verantwortlich.

Das Team der Holzwerkstatt freute sich über einen Gutschein für Grillkost, den Klaus-Peter Gose und sein Stellvertreter Wolfgang Tramp (Die Linke) namens des Ortschaftsrates an Norman Zuchold übergaben. Mit der gleichen Prämie wurden die Mitarbeiter von Daniel Köhler bedacht.

Übrigens wird vor Ort auch neu angepflanzt. Buschrosen und Co, die einst die Umrahmung bildeten, waren gänzlich verschwunden. Sicher eine Folge der lange anhaltenden Trockenheit, er sei aber nach wie vor davon überzeugt, dass auch Pflanzen entwendet wurden, sagte Klaus-Peter Gose. Der Ortsbürgermeister äußerte die Hoffnung, dass der Rastplatz von Zerstörungen oder Diebstählen verschont bleibt. Gleichzeitig kündigte er an, für Osterburg bereits ein neues Projekt im Blick zu haben. Konkret dazu äußern wolle er sich zwar erst, wenn sich der Ortsrat darüber ausgetauscht habe. „Aber es hat mit Osterburgs Ruf und Traditionen als Spargelstadt zu tun“, machte Gose neugierig.