Rohrbeck l Es kam überraschend. Jörn Menning (52), der seit der Gründung des Rohrbecker Dorfvereins im Jahr 2013 an dessen Spitze steht, hat in der jüngsten Vereinsversammlung mitgeteilt, dass er vom Vorsitz zurücktreten möchte. „Das hat nichts mit irgendwelchen Befindlichkeiten zu tun, es ist nur ein bisschen Müdigkeit bei mir“, so Menning. Die Formalien würden sich doch ziemlich anhängen, „ich mische nun von der zweiten Reihe aus mit, stehe nach wie vor voll hinter dem Verein“.

Erneut großes Dorffest geplant

Die Lücke musste trotzdem erstmal geschlossen werden. Schnell war in Vereinsrunde Kerstin Sasse (55) dafür ausgemacht, die bis dato als Kassiererin fungierte und nun nach vorne in die Lücke sprang. „Es ist in Ordnung so, ich hatte ja vorher als Kassiererin auch mein Tun.“ In ihre vorherige Rolle schlüpft nun wiederum Susanne Nothdurft. Gemeinsam mit Helmut Sasse als Protokollführer ist der Vorstand komplett.

Der Dorfverein, der aktuell 17 Mitglieder zählt, hat einiges auf seiner Agenda. Für Sonnabend, 18. August, ist das traditionelle Dorffest geplant. Der Dorfverein möchte sich wieder mit einer Kochgruppe am Goldbecker Plummusfest (15. September) beteiligen, das Frühlingskonzert in der Rohrbecker Dorfkirche fand ja bereits statt, um die größeren Veranstaltungen abzurunden. Dem Verein schwebt aber auch davon ab einiges vor. So ist etwa geplant, dass die besondere Platane an der Dorfkirche ein Messingschild erhält. „Und wir wollen gern kleinere Arbeitseinsätze auf dem Friedhof machen, er gehört zum Dorf dazu.“

Bilder

Auch gemeinsame Müllsammelaktionen plant der Verein, darüberhinaus sollen Krokusse, die im Herbst entlang der Straßen gesteckt werden, das Dorfbild Rohrbecks noch verschönern, so ein Idee. Schließlich wollen die Mitglieder auch etwas für die Senioren im Ort tun und sie zumindest an eine gemeinsame Kaffeetafel einladen.

Noch etwas? Ja! Es gibt ein Vorhaben in Bezug auf den Storch, der im zweiten Jahr über Rohrbeck auf einem Scheunendach klappert und zum Glück wieder zu zweit ist.

Hölzerne Bank zum Störche gucken

Der Dorfverein lässt eine massive Holzbank bauen, die in der Dorfstraße dort platziert wird, wo sich einige Rohrbecker in ihrer ersten Storchensaison ganz intuitiv immer wieder versammelten, um Adebars Leben zu verfolgen.

Von offenen Grill- oder Sitzrunden spricht die neue Vorsitzende Kerstin Sasse noch. Die Mitglieder treffen sich reihum und am besten vor der Hof­einfahrt, sodass sich einfach aus dem Dorf einklinken kann, wer möchte.