Flessau l Im umfassend sanierten und modernisierten Unterrichtsgebäude inklusive dem neu errichteten Mehrzweckraum sind bis auf ein paar Restleistungen alle Handgriffe getan. Gleiches gelte für die benachbarte Sporthalle, gab der städtische Bauamtsleiter Matthias Köberle den momentanen Arbeitsstand wieder. Das Hauptaugenmerk der Handwerker liege mittlerweile auf dem Außenbereich des Grundstückes. Nachdem die Pflasterung zum Abschluss gebracht worden sei, „wird derzeit am Spielplatz der Grundschule gearbeitet. Anschließend folgen der neue Bolzplatz und der Verkehrsgarten sowie die Bepflanzung“, nannte Köberle die noch ausstehenden Maßnahmen.

Nach Bundesförderung nahm Projekt Fahrt auf

Der Bauamtsleiter zeigt sich zuversichtlich, „dass wir bis Ende Mai mit allen Arbeiten durch sein können“. Und damit fast zweieinhalb Jahre nach Baubeginn. Denn nachdem das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 2016 Fördermittel in Höhe von 2,3 Millionen Euro bewilligt hatte, nahm das inklusive kommunaler Eigenmittel auf rund 2,6 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt Anfang 2018 richtig Fahrt auf. Dabei hatten die vor Ort tätigen Firmen einen umfangreichen Aufgabenkatalog abzuarbeiten. Rückten zuerst hauptsächlich das Dach, die Wärmedämmfassade und die Blitzschutzanlage des Schulgebäudes sowie die Fenster der benachbarten Turnhalle in den Fokus, folgten in den Wochen und Monaten darauf in der Schule unter anderem Arbeiten an einem neuen Anbau, einem behindertengerechten Aufzug, einer Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien sowie die Umrüstung des Gebäudes auf LED-Beleuchtungen.

Sämtliche Klassen- und Horträume wurden modernisiert und nicht zuletzt die sanitären Einrichtungen. In der Sporthalle erneuerten Handwerker unter anderem ebenfalls die sanitären Einrichtungen, bauten eine behindertengerechte Toilette ein, außerdem wurde die Fassade des Sportgebäudes auf Vordermann gebracht. Schließlich sollte auch der gesamte Außenbereich des Grundstückes neu gestaltet werden.

Stadt muss tiefer in die Geldbörse greifen

Dies alles in die Tat umzusetzen dauerte länger als ursprünglich kalkuliert, gingen die Planungen doch anfangs von einem Abschluss der Arbeiten Ende 2018 aus. Ebenso muss die Einheitsgemeinde für ihr Großprojekt doch tiefer in die Geldbörse fassen als geplant.

Vor allem weil die Baupreise in die Höhe schnellten, bewilligte der Stadtrat im November 2019 eine zusätzliche Finanzspritze in Höhe von 348 000 Euro, um die Erneuerung des Grundschulstandortes zum Abschluss bringen zu können. Anfang 2020 machte sich für Trockenbau- und Fliesenlegearbeiten ein weiter, 9300 Euro hoher Nachschlag erforderlich. Inklusive der 2,3  Millionen Euro Fördermittel dürfte Osterburg also mehr als 3 Millionen Euro in den kommunalen Grundschul-standort investiert haben.

Und eine weitere Ausgabe bahnt sich bereits an. Schließlich hat die Einheitsgemeinde abseits der eigentlichen Sanierung noch den geschätzt 525 000 Euro teuren Bau einer Schulküche auf dem Zettel. Diese Investition ist im diesjährigen Haushaltsplan der Einheitsgemeinde verbucht, genießt hohe Priorität und soll von der Kommune notfalls sogar über einen Kredit finanziert werden.