Scharpenhufe/Pollitz l Denn die Freundlichkeit gegenüber den Verkehrsteilnehmern ist an sieben Lächeln festzumachen, die Lkw-, Bus-, Auto-, aber auch Motorradfahrer in vier hintereinander folgenden Dörfern geschenkt bekommen. Einzige Voraussetzung: Sie halten sich innerhalb der Ortsschilder an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde. Zur Geschwindigkeit wird auf der LED-Anzeigentafel dann ein Smiley angezeigt.

Wer zu schnell unterwegs ist, bekommt das natürlich auch in blinkenden Zahlen präsentiert. Dazu gibt es noch einen sogenannten Frowney – quasi das trauernde Gegenstück zum lächelnden Smiley.

Nachdem vier der mit Solarenergie betriebenen Mess- und Anzeigeanlagen vor knapp zwei Jahren in Vielbaum und Krüden installiert wurden und zur Freude der meisten Anwohner sowie im Dienst der Sicherheit des Nachwuchses in den langgezogenen Straßendörfern offenbar merklich für eine Verkehrsberuhigung sorgen, wurde die Technik dieser Tage auch in den Nachbarorten Scharpenhufe sowie Pollitz von den Gemeindearbeitern in Eigenleistung aufgebaut.

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Die Gemeinderatsmitglieder um Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt folgten schon bei der Haushaltsplanung für das vergangene Jahr den Bitten von Anwohnern in Scharpenhufe und Pollitz, die sich die gleiche Technik wünschten, weil auch bei ihnen die Straßenführung die Verkehrsteilnehmer gerade dazu einlädt, es etwas zügiger angehen zu lassen. Rund 7500 Euro wurden für den Kauf der drei Anlagen in das Zahlenwerk eingestellt und dann als Restausgabe mit ins neue Jahr übernommen.

Scharpenhufe bekam zwei Anlagen an den Ortseingängen, weil die Landesstraße L 2 den Ort ohne Schnörkel durchquert. Im benachbarten Pollitz hoffen die Verantwortlichen, dass eine Anlage reicht, um den Verkehr aus Richtung Wendland auf die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit abzubremsen. Am anderen Ende des Ortes soll das weiter die kurvenreiche Straßenführung erreichen.

Das Genehmigungsprozedere musste natürlich eingehalten werden. Nur dass es dieses Mal etwas schneller ging. Bei der ersten Auflage der Smiley-Ampeln hatte das noch mehre Anläufe gebraucht und am Ende über zwei Jahre gedauert, weil sich die Fachbehörde bei der kommunalen Eigen­initiative anfangs querstellte (wir berichteten).