Plätz l Martina und Klaus Heinl haben sich lange informiert, sind quer durch die Republik und auch ins Ausland gefahren, um zu sehen, wie das funktioniert mit den Wandertunneln. Die Spargelbauern aus Plätz haben sich schließlich dafür entschieden, drei Hektar überdacht – und es nicht bereut. „Wir sind zufrieden“, sagt Klaus Heinl. Und ein Fazit kann er schon ziehen, denn in einer Woche ist die Saison unter den Dächern schon wieder vorbei. Allerdings geht sie auch schon eine Weile.

Tunnel ermöglichen effizienteres Arbeiten

Während die Saison bei allein mit Biogasabwärme von unten beheiztem und mit Folie abgedecktem Spargel etwa zwischen dem 25. und 28. März startet, ermöglichen die noch darüber errichteten Tunnel die Ernte weitere rund drei Wochen früher. Das Klima unter den Tunneln sei naturgemäß wärmer und schwanke vor allem nicht so sehr. Und ein nicht zu unterschätzender Vorteil sei auch, dass der Spargel sich leichter ernten lässt. Regen und Wind bleiben draußen. „Man arbeitet einfach effizienter, wenn man nicht zwei Jacken und einen Pullover anhat“, so Heinl. „Die Leute suchen sich auch Betriebe aus.“ Sobald die Ernte in den Tunneln abgeschlossen ist, werden diese geöffnet, die Folie entfernt. Die Tunnel, die keine Gewächshäuser sind, sondern unter Kulturschutznetzen rangieren, sollen nun zehn Jahre stehenbleiben, wobei im Sommer in der Nähe noch weitere dazukommen sollen.

Einige Arbeiter machen Pause in der Heimat

Die Ernte auf freiem Feld kommt indes nur langsam in Gange. „Der Spargel hat kalte Füße“, sagt Heinl und seine Frau pflichtet ihm bei: „So macht es keinen Spaß.“ Einige der vor allem polnischen Mitarbeiter machen eine Pause in ihrer Heimat, kommen wieder, wenn es in die Vollen geht. „Wir brauchen nicht die große Hitze, aber Sonne“, sagt Heinl. Die würde den Unternehmern natürlich auch gefallen, wenn sie für Sonnabend, 7. Mai, zum 16. Spargelhoffest einladen. Einmal mehr erleben dann die Besucher in Plätz im Namen des Spargels ein buntes Programm.

Der Spargel, der auf dem traditionellen Fest angeboten wird, ist der letzte aus den Tunneln. Geschmacklich gebe es da im Übrigen überhaupt keinen Unterschied.