Pollitz l Die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer über den Aland bei Pollitz sollte eigentlich längst gebaut sein. Die Planer hatten das Projekt schon vor zwei Jahren zu Papier gebracht und die Gemeinde Aland eine Zusage über Fördermittel aus dem Hochwasserschadensbeseitigungsprogramm des Landes praktisch in der Tasche, da bremste ein Protest das Vorhaben aus (wir berichteten).

Den Kritikern war offenbar die geplante Betonkonstruktion über den Fluss ein Dorn im Auge. Sie wollten an einer Holzbrücke festhalten, weil diese besser in die Landschaft passe und fragten, ob die alten Flussquerung wirklich abgerissen werden muss?

Muss sie, sind sich Kommunalpolitiker, Planer und Zuschussgeber inzwischen einig. Denn die alte Konstruktion, an der 2013 die Fluten zerrten, hat ihre besten Jahre längst hinter sich und vermittelt dem Nutzer nicht gerade ein Gefühle der Sicherheit. Außerdem würden mit der neuen Brücke viele Gefahren vermindert werden, weil bei der freitragenden Betonkonstruktion im Fluss keine Pfeiler mehr stehen müssen, die Angriffspunkte bieten für die Fluten und alles, was diese von Holz bis Eisschollen mit sich führen könnten.

Ende des vergangenen Jahres wurde eine Lösung gefunden, die einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Holzoptik (bei Geländer und Belag) vorsieht, die Sache aber nicht unbedingt preiswerter macht, bestätigt Aland-Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt auf Nachfrage. Dass liegt zum einen an den neuen Bauplänen, aber auch an der Verzögerung. Fachfirmen sind derzeit meist gut ausgelastet. Und Nachfrage bestimmt bekanntlich den Preis. Mit welcher Summe Gemeinde und Bauamt derzeit planen, wird mit Rücksicht auf die Ausschreibung nicht genannt. Trotzdem ist das Gemeindeoberhaupt nach der Zuarbeit des Stendaler Planungsbüros optimistisch, dass sich am Schnittpunkt von Altmark-Rundkurs, Elberadweg sowie Milde-Biese-Aland-Weg bald etwas tut. Der Zeitplan sieht demnach die Ausschreibung für Anfang August vor. Im Idealfall könnten dann im Oktober noch der Baustart mit dem Herrichten der Zuwegung für die Baufahrzeuge erfolgen. Wenn das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, könnten vor der Winterpause noch die Gründung für die Brückenlager erfolgen.

Die Betonarbeiten sollen im Frühjahr 2019 über die Bühne gehen. Nach der Aushärtungsphase stehen für Juli und August Zimmerer-, Erd- und sonstige Restarbeiten auf der Agenda, bevor die neue Brücke nach knapp einem Jahr Bauzeit im September ihrer Bestimmung übergeben werden könnte. Gesetz den Fall, die Ausschreibung verläuft nach Wunsch, und das Wetter spielt bei den Plänen mit.