Seehausen l Bei so einem Wetter war gute Laune vorprogrammiert. Schon am Freitag verzeichnete Schwimmmeisterin Martina Peters 200 Badegäste. Der Sonnabend toppte das locker mit 445 Besuchern. Am Nachmittag war die Wassertemperatur sogar auf 22 Grad angestiegen, so dass die Taufe beim Neptunfest eine angenehme Erfrischung war.

Doch der Reihe nach. Nach dem Vereinsvorsitzenden des Fördervereins hieß Anne-Dore Meißner die Gäste am Morgen in Vertretung der Stadt willkommen und wünschte allen Wasserfreunden einen schönen Tag. An ihrer Hand hielt sie Enkel Friedrich aus Berlin, der gleich bei der ersten Aktion begeistert mitmachte.

„Dr. Fiedler hat uns gefragt, ob wir von der Sportgemeinschaft Seehausen aus für die jüngeren Besucher auch so etwas wie unseren Bummilauf veranstalten können. Und das machen wir gern“, erzählte Vereinsvorsitzende Claudia Preuschoff. Gemeinsam mit Claudia Brünicke lud sie Kindergarten- und Schulkinder ein, in zwei Durchgängen durch den Schillerhain zu laufen. Für die kleine Runde bekamen die Jüngsten eine Urkunde. Eisgutscheine spendierte der Förderverein sowieso für jedes Kind. „Heute sind wir großzügig“, bemerkte Walter Fiedler lachend. Die großen Kinder hatten sich das Softeis für die 700-Meter-Strecke durch den Hain ebenfalls verdient.

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Und weil der Schwerpunkt auf das Wasser gelegt wurde, ging es anschließend wassersportlich weiter. Die SG trat gegen die Kickers Seehausen im Wasserball an. Zum Unterscheiden der Teams hatte Marlies Duffe Stoffe von der DRK zur Verfügung gestellt, und die Gymnastikgruppe I nähte unter der Regie von Gisela Hatscher fleißig Hauben. Nach Hin- und Rückspiel gab es keinen Zweifel mehr, dass die SG unschlagbar war.

Im Anschluss an den Wettstreit ging es für die Kinder ab ins Wasser zum Tauziehen. Da jede Mannschaft einmal siegte, stand für Walter Fiedler wieder fest: „Jedes Kind bekommt einen Eisgutschein.“

Auf dem Waldbadgelände warteten aber noch andere Beschäftigungen. Einen Stand hatte zum Beispiel der Förderverein des Waldbades: Bei Sigrid Sandner konnten die Kinder Flaschen mit buntem Sand befüllen und ihre Handabdrücke hinterlassen. Bei Annalena Schön und Jasmin Blume vom Projekt „Jugend im Land 3.0“ tauchten die Besucher den Kopf unter Wasser, um an einen Apfel zu kommen. Philipp Parkitny vertrat die Jugendfeuerwehr und pumpte Wasser in eine Kübelspritze, damit kleine Gäste „einen Brand“ löschen konnten. Beim IB Jugendfreizeitzentrum durfte auf Gips gemalt werden. Und so weiter.

Das Neptunfest zog am Nachmittag Alt und Jung an. Kanu-Polo und Kanu-Tauziehen war dann wieder etwas für die Großen.