Salzwedel l Frühestens 2027 könnte die Autobahn 39 im benachbarten Niedersachsen auf der gesamten geplanten Trasse fertiggestellt sein. „Und erst danach soll die Querspange B 190n betrachtet werden.“ Als Landrat Michael Ziche das am Montagabend im Kreisausschuss verkündete, ging ein Raunen und Kopfschütteln durch die Reihen der Anwesenden. Die Informationen hatte der Landrat frisch von einer Konferenz in Gifhorn mitgebracht. Dort waren Vertreter der Bundesbauministeriums, des Landes Niedersachsen, der Wirtschaft sowie der Anrainerkreise und -städte der geplanten Autobahntrasse zusammengekommen, um über die Fortführung des Bundesverkehrswegeplans zu sprechen. Der Lückenschluss der A 39 in Niedersachsen und der A 14 sollen darin Vorrang haben. Aber es wird damit gerechnet, dass sich die Planfeststellungsverfahren für die A 39 in die Länge ziehen. Die Bundesregierung unterstütze den Weiterbau. Die Finanzierung sei gesichert, sagte Ziche.

Vorstellungen, statt der Autobahn die parallel verlaufende Bundesstraße 4 als Alternative auszubauen, seien verworfen worden, berichtete der Landrat. Es gebe eine hohe Zustimmung der Anrainerbevölkerung zum Autobahnprojekt. 70 Prozent der betroffenen Bürger hätten sich bei einer Befragung dafür ausgesprochen.

Auf Querspange gesetzt

Dass die Ausführung so lange dauern soll, könne an zu erwartenden Klagen liegen. „Gerade die Westaltmärker haben auf die Querspange gesetzt. Für mich war es deshalb ein Aha-Erlebnis, als ich das gehört habe“, sagte Ziche. Es sei schon einmal eine Teilrealisierung der B  190n nach Fertigstellung der A 14 von Seehausen bis Salzwedel im Gespräch gewesen. Ob das tatsächlich umgesetzt wird, bleibe abzuwarten, denn dazu sei nichts gesagt worden. Die Bundesstraße 190n soll neben der Altmark auch weite Teile in Niedersachsen bis nach Hannover erschließen, berichtete Ziche.