Salzwedel l Die Stadt Salzwedel plant gemeinsam mit der Wohnungsbaugenossenschaft, der Wohnungsbaugesellschaft, dem Wasserverband (VKWA) und größeren privaten Vermietern eine Aktion zur Rattenbekämpfung. Einen konkreten Anlass dafür gibt es nicht, erklärt Stadtsprecher Andreas Köhler auf Anfrage der Volksstimme. „Wir haben keine Rattenplage in der Stadt“, betont er. Vielmehr handele es sich um eine turnusmäßige Maßnahme.

„Ratten gibt es immer. Wir wollen vorbeugend verhindern, dass sie sich zu sehr vermehren“, erklärt er. Erfreulich sei, dass sich neben der Wohnungsbaugenossenschaft und der städtischen Gesellschaft auch Besitzer von größeren Wohneinheiten angeschlossen haben.

Profi engagiert

Die Beteiligten haben sich dafür einen Profi engagiert. Ein Schädlingsbekämpfer wurde beauftragt. Die Firma wird ab Sonnabend, 1. Juni, bis einschließlich 31. Juli Köder in den städtischen Bereichen und öffentlichen Einrichtungen sowie auf den Mietgrundstücken und in der Abwasserkanalisation auslegen. Sie werden in eigens dafür vorgesehenen röhrenartigen Behältnissen platziert, die für die Nager attraktiv sind.

Die Stadt fordert Privateigentümer auf, sich an der Bekämpfung zu beteiligen. Sie sei nur effektiv, wenn sie zeitgleich und flächendeckend erfolge, sagt Andreas Köhler.

Kinder und Haustiere nicht gefährden

Auf ihrem eigenen Grundstück sind die jeweiligen Besitzer verantwortlich und müssen auch die Kosten tragen. Entsprechende Köder gibt es im Fachhandel. Köhler: „Alternativ können Interessenten auch eine Fachfirma beauftragen.“ Die Verlegung des Rattengiftes muss fachgerecht erfolgen, damit Kinder und Haustiere nicht gefährdet sind. Besonders geeignet seien zum Beispiel Drainagerohre oder ähnliche Behältnisses, die für andere Tiere unzugänglich seien. Der Wirkstoff sollte in ausreichender Menge an mehreren Stellen, nach Möglichkeit in unmittelbarer Nähe von Hauswänden, ausgelegt werden, da sich Ratten häufig in deren Schutz bewegen. Die Dosis muss tödlich sein, andernfalls erholen sich die Nager und lernen aus ihrer Erfahrung. Die Köder sollten regelmäßig kontrolliert werden. Reste sind nach Abschluss der Aktion zu entfernen, erklärt der Stadtsprecher.

Kinder sollten über die Gefahren des Giftes aufgeklärt werden. „Tierhalter sind zu besonderer Vorsicht aufgerufen“, empfiehlt Köhler. So sei es vielleicht in dieser Zeit besser, in den genannten Bereichen „Hunde an der Leine zu führen und die Mieze drin zu lassen“, sagt er.