Beetzendorf-Diesdorf l Die Corona-Pandemie hat auch Einfluss auf die Verliebten, die sich in nächster Zeit trauen lassen wollen. Seit der vergangenen Woche sind die Trauzimmer in Beetzendorf und Diesdorf bereits umgeräumt – damit der notwendige Abstand von mindestens eineinhalb Metern zwischen den einzelnen Plätzen eingehalten wird. Alles vorsorgende Maßnahmen, damit das Verbreiten des Coronavirus erschwert wird.

„In Diesdorf haben wir so bei zwei Metern Abstand Platz für das Brautpaar sowie zehn Gäste, in Beetzendorf für maximal 20 Begleiter der Hochzeit“, beschreibt Michael Olms, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf. Allerdings habe sich die Lage seit der Allgemeinverfügung, die am Montag (23. März) um 0 Uhr in Kraft getreten sei, weiter verschärft.

Verschieben möglich

Eheschließungen seien demnach zwar weiterhin erlaubt, „aber nur im engsten Familienkreis“, weist er auf die neuen Vorgaben hin. Das bedeute, dass nur Verwandte des ersten und zweiten Grades beim Ja-Wort und dem Anstecken der Ringe dabei sein dürften. Zum einen seien damit die Kinder und die Eltern des Brautpaares, zum anderen die Geschwister und Großeltern der künftigen Eheleute gemeint. Auf diese seit Montag geltende Regelung würden die baldigen Hochzeitspaare aufmerksam gemacht.

Bilder

Wem der Platz in Diesdorf nicht genüge, der könne gern ins Trauzimmer nach Beetzendorf ausweichen. Im Freilichtmuseum Diesdorf könnten derzeit keine Termine für den besonderen Tag vergeben werden, da die Einrichtung geschlossen sei.

Strick-Spannen nicht erlaubt

„Ich habe schon von einigen Paaren gehört, dass sie mit dem Gedanken spielen, die Trauung zu verschieben“, beschreibt Michael Olms. Hintergrund sei, dass in der Altmark traditionell oft im großen Rahmen gefeiert werde. Eine Verschiebung sei jederzeit möglich, fügt er hinzu.

„In der gegenwärtigen Situation ist es beispielsweise nicht gestattet, im Freien einen Strick mit Babysachen für das Brautpaar zu halten, weil maximal die in einem Haushalt lebenden Personen zusammen unterwegs sein dürfen“, nennt der VG-Bürgermeister als Beispiel einen Brauch, der für viele traditionell zum geplanten schönsten Tag des Lebens gehört. Und da es diesen in der Regel nur einmal geben sollte, sei zu überlegen, ob man nicht das Ende der Corona-Pandemie abwarten könne, um die Hochzeit dann auch so zu feiern, wie man sie sich in seinen Träumen vorgestellt habe.