Salzwedel l Nach dem verheerenden Feuer im Antiquitätenladen in einem historischen Fachwerkhaus in Salzwedels Stadtzentrum, fordert nun auch die Fraktion der SPD eine „böllerfreie Zone“ in der Hansestadt.

„Durch die an Silvester abgeschossenen, gezündeten Böller, kommt es zu einer erheblichen Belastung mit Feinstaub und somit zur Klimabelastung“, formuliert SPD-Fraktionschef Norbert Hundt im ersten Antrag der Fraktion für 2020. Zudem werde nicht nur das Klima entlastet, sondern ein wesentlicher Beitrag für den Tierschutz geleistet, erklärt Hundt weiter. Und nicht nur die Haustiere würden unter dem Lärm psychisch leiden, auch Nutz- und Wildtiere.

„Weiterhin wäre es eine wirkungsvolle Maßnahme für den Brandschutz, was nötig ist, wie uns der Brand zu Silvester in der Innenstadt gezeigt hat“, ist sich der Fraktionschef sicher.

Genossen mit gleichem Ziel

Damit sind die Genossen der SPD dicht bei denen der Linken. Denn bereits am Neujahrsmorgen formulierten die Linken einen ähnlichen Antrag. Antragsteller der Linksfraktion, Marco Heide, fordert darin auch eine Feuerwerksverbotszone. Zudem sollen sich die Ortschafträte mit dem Thema beschäftigen und prüfen, ob eine Verbotszone in den Ortsteilen ausgeweitet werden soll. Ein Vorschlag der Linken: Stattdessen ausgewiesene Feuerwerksplätze, wie beispielsweise an den Kämmereiteichen in Salzwedel.

Damit will die Salzwedeler Linksfraktion die „historisch, wertvolle Fachwerkbebauung“ in der Baumkuchenstadt schützen und die Gefahr für Leib und Leben abwenden.

Ob der Brand in der Holzmarktstraße von Salzwedel durch Feuerwerkskörper, Brandstiftung oder einem anderen Auslöser verursacht wurde, ermittelt derzeit die Kriminalpolizei. Hinweise nimmt die Polizei entgegen: 03901/8480.