Mechau l „Mit dem Zug in die Altmark und mit dem Rad durch das Grenzland rüber ins Wendland“, so ist die neue Karte für eine dreitägige Radtour von Osterburg über Arendsee durch das Wendland (Lüchow) und dann nach Salzwedel überschrieben. Mit diesem Angebot nehmen die vier beteiligten Kommunen die Radtouristen ins Visier, die die Region entlang des Grünen Bandes immer mehr für sich entdecken. Am Donnerstag wurde in Mechau, ein vorgeschlagener Zwischenstopp auf der Route, das Gemeinschaftsprojekt vorgestellt. Dazu kamen Verantwortliche der Städte, Tourismusanbieter sowie Ortsbürgermeister zusammen.

Länderübergreifende Zusammenarbeit

Susanne Kamien vom Wendland Regionalmarketing berichtete, dass die Idee zur länderübergreifenden Zusammenarbeit in Osterburg entstanden sei. Constanze Neuling von der Salzwedeler Tourist-Info hob dazu hervor, dass über die Bahnanbindungen in Osterburg und Salzwedel, die Radtouristen in die Region gelockt werden sollen. 103 Kilometer lang ist die Strecke, auf der die Radfahrer zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdecken sollen.

Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel betonte in der großen Runde, dass sie hoffe, dass das Projekt kein Einzelfall bleibe. „Wir müssen das auch auf der politischen Ebene anpacken“, wandte sie sich unter anderem an den Osterburger Bürgermeister Nico Schulz. In Richtung von Michael Meyer (Luftkurort Arendsee GmbH) sagte Blümel zudem, dass sie auch die Zusammenarbeit mit Arendsee in touristischer Hinsicht verstärken wolle. Wenn es zum Beispiel regne, dann habe die Hansestadt Salzwedel für Seestadtbesucher viel zu bieten, erklärte Blümel.

Bilder

Hoffen auf Erfolg

Nico Schulz nahm die Worte Blümels auf und regte an, dass sich die beiden Bürgermeister mal mit dem Fahrrad auf der neuen Route entgegenkommen könnten. Beide Stadtchefs erhoffen sich, dass das neue Angebot ein Erfolg wird.

Die Zusammenarbeit bei der Planung der Radroute sei direkt von praktischen Aspekten geprägt gewesen, berichtete Constanze Neuling. So habe man mit der Bahnanbindung speziell die Zielgruppen aus den Großstädten Berlin und Hamburg im Blick gehabt. „Da ist es schön, auch das Wendland mit einzubeziehen“, freute sich Michael Meyer über den Verlauf der Strecke von Arendsee in Richtung Lüchow.

Sehenswürdigkeiten vorgestellt

Der Flyer zur Karte bietet neben dem Streckenverlauf auch zahlreiche Vorschläge für Übernachtungsmöglichkeiten in der Region. Mit kleinen Bildhinweisen werden darauf zudem einige Sehenswürdigkeiten entlang der Route kurz vorgestellt. Dazu gibt es den Hinweis auf einen Fahrradverleih, dessen orangene Zweiräder bei der Präsentation schon als Hingucker dienten.

„Es sollte aber auch nicht der Anlass für das gemeinsame Projekt vergessen werden“, erinnerte Sabine Blümel alle Anwesenden in Mechau an den 30. Jahrestag der Grenzöffnung, der in diesem Jahr gefeiert werde.