Zießau/Altmarkkreis (hz) l Silvestertag um 19 Uhr: Die Gäste sind da, die ersten Gläser leer und werden mit Getränken nachgefüllt, Stimmungsmusik läuft und das Buffet mit leckeren Essen wird eröffnet. So läuft es normalerweise ab. Doch 2020 war nichts normal. Die Gaststätten und Hotels im Altmarkkreis Salzwedel blieben leer. Der Corona-Lockdown erlaubte nur kleine Zusammenkünfte im privaten Bereich.

„Es ist schon sehr außergewöhnlich. Eigentlich wäre jetzt das komplette Personal im Saal und würde sich um Einheimische sowie Übernachtsgäste, die gemeinsam fröhlich feiern, kümmern“, erzählt Marek Weiß von der Zießauer Gaststätte „Zur Wildgans“. So wie ihm geht es auch anderen Gastronomen. Die Einschränkungen lassen keinen Betrieb zu. Konsequenz: Die Küche blieb kalt, der Saal ungeschmückt und die Türen verschlossen.

Es wird nicht resigniert

Wie Marek Weiß im Volksstimme-Gespräch verriet, ist dies für ihn kein Grund zu resignieren, auch wenn er mit keinen schnellen Lockerungen rechnet. Der Zießauer hofft, spätestens Ostern 2021 wieder loslegen zu können. Die Gaststätte „Zur Wildgans“ werde es weiter geben. Laut Marek Weiß helfen die finanziellen staatlichen Mittel, die Krise zu überstehen. Besonders schwer sei es aber für Mitarbeiter in Kurzarbeit. Das Geld fehle. Und wenn Angestellte ihr berufliches Glück in anderen Branchen suchen, werde der Fachkräfte-Mangel noch deutlicher spürbar. Bereits im Sommer hatte die Gaststätte Probleme, Angestellte zu finden. Die warmen Monaten nach dem ersten Lockdown liefen für den Betrie sehr gut. Der Sommer 2020 toppte insbesondere im Restaurant-Bereich sogar 2019. Die Region rund um den Arendsee habe touristisch gesehen von dem Trend profitiert, Urlaub im eigenen Land zu machen.