Salzwedel l Den Mittagstisch im Salzwedeler Mehrgenerationenhaus (MGH) wird es auch künftig geben. Das beliebte Angebot, das täglich zwischen 20 und 25 vorwiegend ältere Gäste nutzen, wird ab dem 1. September vom Verein SoNet übernommen. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir mit SoNet einen Kooperationspartner gefunden haben, mit dem wir langfristig auch weitere Projekte realisieren können“, sagte Andrea Schmieder, Geschäftsführerin des Kreisverbandes Altmark der Arbeiterwohlfahrt (Awo), gestern.

Keine Preiserhöhung

Ende Mai dieses Jahres hatten Kerstin und Gaetano Calivá, die das Mittagstisch-Angebot für zwei Jahre aufrecht erhalten hatten, ihr Engagement beendet, da es für sie personell und logistisch nicht mehr möglich gewesen war, die Mittagstisch-Versorgung zu gewährleisten. „Wir haben uns dann umgeschaut und nach einem Partner gesucht, der auch konzeptionell zu unserem Profil passt. Schließlich ist der Mittagstisch mittlerweile ein fester Bestandteil des offenen Treffs in unserer Einrichtung“, berichtete Andrea Schmieder.

Bei den Mitgliedern des SoNet um Mirko Wolff rannte die Awo schließlich offene Türen ein. „Es war einfach eine glückliche Entwicklung, denn mit unserer Vereinsgründung haben wir die Möglichkeit, eine solche Einrichtung wie den Mittagstisch zu übernehmen. Wir haben nur kurz darüber diskutieren müssen, ob wir es machen wollen und freuen uns, auf diese Herausforderung“, so Mirko Wolff.

Am Angebot und der Organisation der Essensversorgung im MGH wird sich vorerst nichts ändern. Köchin Regina Holz wird wie bisher für die Zubereitung der Speisen verantwortlich sein. „Es wird keine Preiserhöhung geben. Der Mittagstisch soll weiterhin ein nicht-kommerzielles Angebot sein. Sollten sich Überschüsse ergeben, werden diese direkt in die Jugend- und Sozialarbeit im Altmarkkreis fließen“, versicherte Mirko Wolff.

Mittagstisch ist nicht zu ersetzen

Der Mittagstisch ist zu einer tragenden Säule des MGH geworden. „Wenn die Kinder aus der Schule kommen, kommen sie hierher und spielen mit den älteren Besuchern, die unsere Angebote wie Gedächtnistraining oder Spielenachmittage nach dem Mittagstisch nutzen, am liebsten Rommee“, sagte MGH-Leiter Sebastian Dobras.

Momentan befindet sich die Einrichtung in der Antragsstellung für die Jahre 2018 bis 2020. „Unsere Schwerpunkte liegen im demografischen Wandel und bei der Integration. Dafür sind der Mittagstisch und der Jugendmigrationsdienst wichtige Bestandteile“, erklärte Andrea Schmieder am Dienstag im MGH.